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Erinnern Sie sich an meinen Blogbeitrag über Reisekrankheit? Heute will ich mich dem Thema Schwindel und Tinnitus widmen, die mit der Reisekrankheit viel gemein haben. Als chronisches Krankheitsbild können sich diese Beschwerden jedoch deutlich stärker auf die Gesundheit auswirken. Dauerdröhnen im OhrWährend die Reiseübelkeit durch Bewegung ausgelöst wird, treten Schwindel und Ohrgeräusche häufig als Begleitsymptome von Übelkeit auf und sorgen so für doppeltes Pech. Manche Menschen beschreiben den damit einhergehenden Zustand als Gefühl, sich in einer dröhnend lauten Fabrik zu befinden, oder sie sprechen von einem Rauschzustand oder von einem besonders schlimmen „Drehwurm“. Für Schwindel und langanhaltenden Tinnitus gibt es viele verschiedene Ursachen: Infekte, Fieber, scheinbar nicht verwandte Erkrankungen, Bewegungen, Störungen des Innenohrs, laute Geräusche (Knalltrauma), Augenbeschwerden und sogar Stress. Johns Tinnitus
Nehmen wir zum Beispiel John. John ist Mitte sechzig und leidet seit acht Jahren an Tinnitus. Die Ohrgeräusche sind jeden Tag da und werden manchmal von Schwindel begleitet. Während besonders heftigen Episoden kann er nicht wie gewohnt ins Büro gehen, sondern verbringt den ganzen Tag sitzend im Ohrensessel. John hatte in einem meiner Kurse gelernt, sich homöopathisch zu behandeln und wusste, dass er nach den Ursachen für seine Beschwerden suchen musste. Er dachte darüber nach, was damals vor acht Jahren in seinem Leben passiert war. Was konnte der Auslöser gewesen sein? Er dachte lange nach und zog schließlich auch seine Frau zu Rate. (Meinen Schülern empfehle ich generell, einen Zeitstrahl ihrer Beschwerden zu erstellen.) Eine Operation mit FolgenAn diesem Punkt wurde John klar, dass die Gleichgewichtsstörungen und der Tinnitus kurz nach seiner Gallenblasen-OP begonnen hatten. Für die homöopathische Behandlung kann es sehr wichtig sein, den Auslöser der aktuellen Beschwerden zu eruieren. Das kann bei der Mittelfindung helfen. In der Tat kommen in diesem Fall Arnica für die Traumafolgen, Acidum phosphoricum für eventuelle toxische Nachwirkungen der Narkosemittel und Nux vomica für die Nebenwirkungen der Medikamente, die während oder nach dem Eingriff gegeben wurden, in Frage. Wenn es nicht gelingt, der Ursache auf den Grund zu gehen, können viele Fragen unbeantwortet bleiben. Nichtsdestotrotz hat sich die Homöopathie in der Behandlung dieser Beschwerden bewährt, auch unabhängig von der eigentlichen Ursache. Manchmal muss man verschiedene Strategien ausprobieren, um den richtigen Impuls ausfindig zu machen, der das Problem beheben kann. Das ist kein Grund zur Sorge, denn die Homöopathie wirkt sanft. Ein falsch gewähltes Arzneimittel wird keine unerwünschten Nebenwirkungen haben, solange man vorsichtig agiert. Das Banerji-Protokoll für Tinnitus
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