
John Martin Honigberger |
Dr. John Martin Honigberger war der Erste, der die Homöopathie und den Namen Hahnemanns nach Indien brachte. Der damalige Herrscher von Punjab, Maharadscha Ranjit Singh, war beeindruckt, als er sein Lieblingspferd von seinen schrecklichen Geschwüren an den Beinen heilte. 1835 ging Honigberger nach Paris und traf dort Samuel Hahnemann. Daraufhin kaufte er große Mengen von homöopathischen Arzneimitteln bei Hahnemanns Apotheker Lehmann aus Köthen. Bei seinem folgenden Besuch in Indien im Jahr 1839 behandelte er Maharadscha Ranjit wegen einer Stimmbandlähmung und Ödemen. Später ging Dr. Honigberger nach Kalkutta und eröffnete dort eine Praxis. Durch die königliche Protektion konnte die Homöopathie in Indien Wurzeln schlagen.
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Die gegenwärtige Situation der Homöopathie in Indien
Zurzeit gibt es etwa 186 homöopathische medizinische Ausbildungsstätten in Indien. Ungefähr 35 sind staatliche Universitäten, die übrigen sind private Kollegien. Homöopathie ist inzwischen - nach Allopathie und Ayurveda - zur dritt-populärsten Behandlungsform in Indien geworden. Es gibt schätzungsweise über eine Viertel Million Homöopathen in Indien, und fast 10.000 neue Homöopathen kommen jedes Jahr hinzu. Die rechtliche Stellung der Homöopathie in unserem Land ist vergleichbar mit der der herkömmlichen Medizin.
Homöopathen behandeln ihre Patienten, indem sie die Selbstheilungskräfte des Körpers mit natürlichen Mitteln anregen. Diese Art der Behandlung beruht auf der Idee, „mit dem Ähnlichen zu heilen“ und bedeutet, dass Substanzen, die gewisse Symptome verursachen, in sehr kleinen Dosen verwendet werden können, um dieselben zu heilen oder zu lindern.
Homöopathen wissen, dass Körper, Geist und Gefühle nicht voneinander zu trennen sind, sondern eng miteinander verbunden sind. Auf dieser Basis suchen Homöopathen natürliche Heilmittel, die sowohl zur physischen als auch zur psychologischen Symptomatik des Patienten passen. Ein Homöopath kann Beschwerden von Kopfweh, Fieber und Stress bis hin zu Arthritis und Ekzemen behandeln. Er legt seiner Behandlung nicht nur die körperlichen Symptome, sondern ebenso den Lebensstil seines Patienten sowie dessen emotionale Problematik zugrunde.
Wie wird man Homöopath?
Die Ausbildung in der Homöopathie wird grundständig oder alternativ nach dem ersten akademischen Studienabschluss angeboten. Der erste mögliche Abschluss auf diesem Gebiet ist der ’Bachelor’ für Homöopathische Medizin und Chirurgie (BHMS). Der BHMS-Studienabschluss kann an 118 Ausbildungsstätten erworben werden, die verschiedenen Universitäten angegliedert sind. Die Voraussetzung für die Aufnahme in einen solchen Kurs ist ein akademischer Abschluss, möglichst mit Biologie als Wahlfach. Wie jedes andere Medizinstudium dauert die Homöopathie-Ausbildung fünfeinhalb Jahre und schließt ein obligatorisches Praktisches Jahr ein.
Studienplätze für die BHMS-Kurse an verschiedenen Universitäten können durch eine ‚Zentrale Indische Aufnahmeprüfung’ erworben werden. Zusätzlich kann in einem dreijährigen ‚postgraduate’- Kurs, der nach dem ersten akademischen Abschluss beginnt, der Studienabschluss ‚Doktor der homöopathischen Medizin’ (‚Homy’) erworben werden. Für diejenigen, die sich um einen Postgraduate-Kurs bewerben möchten, gilt als Eignungsvoraussetzung der BHMS-Abschluss.
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Nationalinstitut für Homöopathie in Kalkutta |
Um einen hohen Standard der homöopathischen Ausbildung und Forschung zu gewährleisten, wurde von der indischen Regierung als Modellinstitution das ‚Nationalinstitut für Homöopathie’ (National Institute of Homoeopathy) in Kalkutta gegründet.
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Vorlesung an der Nationalen Universität für Homöopathie |
Wo werden Kurse und Ausbildungen angeboten?
Bachelor und Masterabschlüsse in Homöopathie werden von vielen indischen Hochschulen und Universitäten wie der ‚Nationalen Universität für Homöopathie’ in Kalkutta; der ‚Universität für Gesundheitswissenschaften’ in Vijayawada und der ‚Rajiv Gandhi-Universität’ für Gesundheitswissenschaften in Bangalore angeboten.
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Es gibt noch weitere Einrichtungen wie das ‚Homöopathische Medizinische Ausbildungs- und Forschungszentrum Yerala’ in Bombay, in Vengurla die ‚Venutai Yashwantrao Chavan’-Universität für Homöopathie und das Homöopathische Krankenhaus mit Medizin-Kolleg; die ‚Vasundhra Raje-Homöopathie-Universität’ mit zugehörigem Krankenhaus in Gwalior und die ‚Swami Vivekananda-Homöopathie-Universität’ in Bhavnagar.
Einkommen
Das Anfangsgehalt für fertig ausgebildete Ärzte in homöopathischen Krankenhäusern der Regierung liegt bei Rs.8000,- Professoren und Dozenten an einer Homöopathischen Universität verdienen mehr als Rs. 8000,- im Monat. In einer privaten Praxis hängt das Einkommen ganz von Ihrem eigenen Einsatz und dem Ruf ihrer Praxis ab.
Rs 8000,- entsprechen etwa € 116,- (1 € = ca. 68,961 Rs)
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