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Grüner Star: Die Gefahr des erhöhten Augeninnendrucks

Joette Calabrese 20/11/2025
Actualités
- minutes

Abbildung 1: Erhöhter Augeninnendruck ist eine stille Gefahr. Erst im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Symptomen.

In der Praktischen Homöopathie® betrachten wir Symptome als wertvolle Hinweise: Signale unseres Körpers, die uns zeigen, wo ein Ungleichgewicht besteht und welche Bereiche Unterstützung benötigen. Doch beim Grünen Star (oder Glaukom) verhält es sich anders: Steigt der Augeninnendruck, kann der Sehnerv geschädigt werden - häufig, ohne dass Betroffene zunächst etwas davon bemerken. Wie die renommierte Mayo Clinic erklärt:

„Viele Formen des Glaukoms zeigen keine Warnzeichen. Die Veränderungen treten so allmählich ein, dass eine Beeinträchtigung des Sehvermögens oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium bemerkt wird.“

Früherkennung ist entscheidend

Da das späte Stadium des Glaukoms häufig mit dauerhaftem Sehverlust oder gar Blindheit einhergeht, ist eine regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks besonders wichtig.
Ein einfacher, nicht-invasiver Test im Rahmen einer routinemäßigen Augenuntersuchung kann entscheidende Hinweise liefern.

Wir selbst können den Druck in unseren Augen weder sehen noch spüren – deshalb ist die Messung so wesentlich. Wenn ein solcher Test erhöhte Werte zeigt, bietet die Homöopathie unterstützende Möglichkeiten.

Homöopathische Begleitung: Argentum nitricum & Calcarea carbonica

Nach dem Banerji-Protokoll kann eine Kombination aus Argentum nitricum C200 und Calcarea carbonica C30 hilfreich sein. Beide Mittel werden zweimal täglich, jedoch zeitversetzt eingenommen. Weitere Informationen zu Dosierung und Potenzierung der beiden Mittel finden Sie hier.

Wie ich auch meinen Schülern und Schülerinnen erkläre: Interessanterweise zählt Argentum nitricum in Dr. Robin Murphys MetaRepertory (4. Auflage, S. 713) nicht zu den am häufigsten genannten Mitteln bei Glaukom – es ist dort als Arznei nur im dritten Rang aufgeführt. Trotzdem vertraue ich den Banerjis – jedes einzelne Mal und immer und immer wieder.

Der Grüne Star ist keine Erkrankung, die sich rasch bessert. Es handelt sich um einen chronischen Prozess, bei dem Fortschritte oft erst über Monate oder sogar ein Jahr hinweg sichtbar werden. Dennoch habe ich in meiner Praxis mehrfach erlebt, dass auch Fälle, die schulmedizinisch als „aussichtslos“ galten, eine deutliche Besserung zeigten.

Verlaufskontrolle: Vertrauen ist gut – Tests sind besser

Um Veränderungen objektiv beurteilen zu können, sind regelmäßige Druckmessungen unerlässlich.
Diese Werte helfen, den Behandlungserfolg einzuschätzen – hier genügt es nicht, sich lediglich „besser zu fühlen“.

Abbildung 3: Regelmäßige Kontrollen des Augeninnendrucks sind unerlässlich.

Verbessern sich die Werte, kann die Einnahmehäufigkeit der Mittel reduziert und bei stabiler Besserung schließlich beendet werden. Es versteht sich von selbst, dass sich Ihr behandelnder Augenarzt die Verbesserung sehr wahrscheinlich nicht erklären kann. Aber Zahlen lügen nicht und die Ergebnisse der Messungen sollten für sich sprechen.

Bleiben Verbesserungen jedoch aus, sollte die Behandlung angepasst oder eine andere Vorgehensweise - idealerweise unter Begleitung eines erfahrenen Homöopathen - gewählt werden.

Zurück zu den Grundlagen

Schon in der Schulzeit haben wir gelernt, dass bestimmte Lebensmittel gezielt bestimmte Körperfunktionen unterstützen können. Ich bin keine Expertin für Glaukome, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass ich dieses alte Schulwissen neben der Homöopathie einsetzen kann. Auch bei Augenerkrankungen lohnt sich dieser ganzheitliche Blick.

Fischöl unterstützt die Augengesundheit. Wie Sie wissen, bin ich kein Fan synthetischer Nahrungsergänzungsmittel. Deswegen empfehle ich die natürliche Form in fettreichem Wildfisch wie Lachs, Makrele oder Sardinen. Diese dürfen gern wöchentlich verzehrt werden.

Kabeljauleber ist ein ungewöhnliches, aber äußerst nährstoffreiches Lebensmittel. Eine meiner Mitarbeiterinnen bemerkte nach regelmäßiger Einnahme (gemeinsam mit Argentum nitricum und Calcarea carbonica) eine spürbare Besserung – und war begeistert vom cremigen Geschmack. Kabeljauleber ist sehr reichhaltig, schon kleine Mengen genügen.

Sonnenlicht tut den Augen ebenfalls gut. Damit meine ich natürlich nicht, dass Sie direkt in die Sonne schauen sollten - das wäre selbstverständlich nicht ratsam. Aber Sonnenlicht fördert die körpereigene Bildung von Vitamin D, was in jedem Fall dem synthetischen Vitamin vorzuziehen ist. Ein Spaziergang an der frischen Luft tut also auf vielen Ebenen gut.

Homöopathie wirkt – und in Kombination mit bewusster Ernährung, Bewegung und regelmäßiger Kontrolle kann sie einen wertvollen Beitrag zur Augengesundheit leisten.

Die Homöopathie hilft – sagen Sie es weiter!

Herzlichst,

Ihre


Buchtipps

https://www.narayana-verlag.de/Die-Sinnesorgane-Wunderwerk-der-Kommunikation-Rosina-Sonnenschmidt/b5468

https://www.narayana-verlag.de/Klinische-Materia-Medica-und-Klinisches-Repertorium-im-Paket-Robin-Murphy/b4434


https://joettecalabrese.com/blog/glaucoma-increased-intraocular-pressure/


Abbildung 1: Steve Allen/shutterstock.com + oasisamuel/shutterstock.com ; Abbildung 2: SERGEI PRIMAKOV/shutterstock.com ; Abbildung 3: PeopleImages/shutterstock.com


20.11.2025

Joette Calabrese