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Die homöopathische Behandlung der Plantarfasziitis (Fersensporn)

Joette Calabrese 09/10/2014
Actualités
- minutes

 

Vor kurzem traf ich zufällig meine Freundin Jessica wieder – ich kenne sie noch von früher als leidenschaftliche Tennisspielerin. Im Gespräch erzählte sie mir, dass nicht nur sie, sondern auch einige ihrer Freunde seit einiger Zeit von starken Schmerzen im Fuß geplagt wurden. Die Diagnose Plantarfasziitis war bereits gestellt.

 

Sie fragte mich dann auch gleich, ob meine homöopathischen Kügelchen bei Problemen des Bewegungsapparates helfen würden, schließlich sei das Problem doch eher mechanisch bedingt. Ich bejahte sofort, denn wir alle wissen, dass die Homöopathie das gesamte Krankheitsspektrum der Menschheit zu heilen vermag und nicht Halt macht vor „mechanischen“ Erkrankungen oder gar Verletzungen.

Die Plantarfasziitis, die umgangssprachlich oft als „Fersensporn“ bezeichnet wird, gehört zu den häufigen Ursachen von Fersenschmerzen bei Erwachsenen. Die Plantarfaszie spannt das Fußlängsgewölbe auf und verläuft von der Ferse bis zu den Zehen. Es handelt sich um ein festes, breit verlaufendes Bindegewebe, welches dafür sorgt, dass die innere Seite des Fußes die natürliche Wölbung aufrecht halten kann. Treten an dieser kritischen Stelle Probleme auf, kann es sehr schnell zu starken Schmerzen und den damit verbundenen Beschwerden kommen.

Typisch für diese Erkrankung sind die meist am Morgen und beim ersten Belastungsschmerzen nach längerem Sitzen auftretenden Schmerzen, die sich bei anhaltender Bewegung zunehmend bessern (hier der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl – bei meinen SchülerInnen sollten an dieser Stelle die Ideen nur so sprudeln).

Meist werden die Schmerzen im Fuß gegen Abend wieder stärker. Zu den häufigsten Ursachen gehören langes Stehen oder Gehen auf hartem Untergrund oder eine plötzliche Steigerung der körperlichen Aktivität. Übergewicht kann unter anderem auch ein Faktor sein.

Zum konservativen Behandlungsspektrum gehören Ruhe, Streckübungen und Kälteanwendungen, sowie Injektionen mit Kortison, orthopädische Einlagen, Schienen und, wenn all das nicht hilft, auch der chirurgische Eingriff. Nichtsteroidale Antirheumatika, zu denen auch Aspirin und Ibuprofen gehören, werden meist zu Anfang einer Behandlung verschrieben.

Wir alle wissen, dass die Behandlung mit nichtsteroidalen Entzündungshemmern gravierende Nebenwirkungen mit sich bringen kann. (Sollten Sie diese noch nicht kennen, empfehle ich Ihnen, sich zu informieren, bevor Sie die Medikamente einnehmen). Ihren Arzt brauchen Sie nicht zu fragen, denn die meisten Schulmediziner werden Ihre Bedenken nicht ernst nehmen. Lesen Sie am besten die Packungsbeilage (auch wenn Sie dafür die Lesebrille aufsetzen müssen) oder suchen sie im Internet auf den passenden Seiten. Es lohnt sich.

Wenn Sie schlau sind und Ihre Gesundheit Ihnen wichtig ist, werden Sie spätestens an dieser Stelle eine solche Behandlung ablehnen.

Der homöopathische Ansatz zur Behandlung einer Plantarfasziitis ist, wie bei jeder anderen chronischen Erkrankung des Bewegungsapparates auch (z.B. der Arthritis), immer ganzheitlich.

Viele Jahre lang habe ich in diesem Fall fast routinemäßig Rhus tox, Ruta und Arnica montana verschrieben. Seit ich die Banerji Protokolle kenne, habe ich meine Strategie etwas geändert, weil die Behandlungserfolge dieser von indischen Ärzten entwickelten Methode deutlich konsistenter und nachhaltiger sind.

Nach dem Banerji Protokoll werden Symphytum officinale C200 und Rhus toxicodendron C30 zusammen zweimal täglich verabreicht, bis sich eine Besserung der Symptome einstellt.

Seitdem ich mit dieser Methode arbeite sind meine nachhaltigen Behandlungserfolge deutlich gestiegen. In der Tat sind sie so konsistent, dass ich diesen Ansatz inzwischen auch an Chiropraktiker weiterempfehle. Die Therapeuten, die meine Empfehlungen aufgegriffen und ihre Patienten nach der Banerji-Methode behandeln, berichten dasselbe. Zusätzlich haben sie festgestellt, dass ihre eigene chiropraktische Arbeit bei homöopathisch behandelten Patienten nachhaltiger wirkt.

Die homöopathischen Arzneimittel werden abgesetzt, sobald eine Besserung der Symptome eintritt.

Sollten Sie in Ihrer Apotheke kein entsprechendes Komplexmittel bekommen, kaufen Sie die Mittel einfach einzeln und nehmen Sie beide gleichzeitig ein.

In manchen Fällen ist unter Umständen ein anderes Mittel angezeigt: Wenn die hervorstechenden Symptome sich in Fußkrämpfen und neuralgischen Schmerzen in der Fußsohle äußern und/oder sich das Fußgewölbe beim Laufen

zusammenzieht, weil es so schmerzhaft ist, dann empfehle ich Causticum C30, zweimal täglich eingenommen bis die Symptome sich bessern.

Das ganze Protokoll notierte ich für Jessica schnell auf meiner Visitenkarte und bat sie um eine kurze Rückmeldung, sobald ihre ‚Behandlung‘ abgeschlossen sei.

Viele Monate später kontaktierte mich Jessica per Mail. Sie konnte kaum glauben, dass sie die Kügelchen nur eine Woche eingenommen hatte und seitdem schmerzfrei ist. Warum sie sich nicht früher meldete? Sie war durch und durch skeptisch gewesen, dachte erst, dass ihre Genesung ein Zufall sei. Erst, als auch Monate später die Schmerzen nicht zurückgekommen waren, fasste sie sich ein Herz und schickte mir die gute Nachricht.

Sie hat sich selbst behandeln können – ganz ohne Medikamente, die meist einen ganzen Rattenschwanz an neuen Problemen mit sich bringen. Und das Wichtigste von allem: Jessicas Füße lassen sie auch beim Sport nicht im Stich. Sie konnte die Tennisturniere spielen, die ihr so wichtig waren und gewann sogar den Pokal. Ganz ohne ‚Doping‘.

Zufriedenstellender kann eine Behandlung wohl nicht verlaufen!

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Dieser Artikel wurde auf www.joettecalabrese.com publiziert

Foto: © Shutterstock - Sportsman feeling pain in his foot. Sitting and touching his foot_BlueSkyImage

Kategorie: Fälle

Mittel: Rhus tox, Ruta, Arnica montana, Symphytum officinale, Rhus toxicodendron, Causticum

Joette Calabrese