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10 Basenkur-Tipps: So unterstützen Sie Ihren Körper beim Entsäuern

Actualités

Basenkur und gesunde Ernährungsumstellung

Abbildung 1: Viele Menschen nutzen eine Basenkur, um den Organismus zu entlasten, den Säure-Basen-Haushalt zu unterstützen und langfristig gesündere Gewohnheiten zu etablieren.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine Basenkur auszuprobieren? Die vorübergehende Ernährungsumstellung soll den Organismus entlasten und einer sogenannten Übersäuerung entgegenwirken. Dafür werden zeitweise vorrangig oder ausschließlich basenbildende Lebensmittel verzehrt. In diesem Blogartikel erfahren Sie, was genau man unter einer Basenkur versteht, welche Rolle der Säure-Basen-Haushalt dabei spielt und warum ein Basenüberschuss problematisch sein kann. Darüber hinaus stellen wir Ihnen den typischen Ablauf einer Basenkur vor und geben Ihnen 10 praktische Tipps an die Hand, die Sie bei der Durchführung unterstützen können.

Was ist eine Basenkur und warum kann sie sinnvoll sein?

Übersäuerung des Körpers und mögliche Beschwerden

Abbildung 2: Eine Übersäuerung des Körpers kann langfristig mit Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Magen-Darmbeschwerden oder Hautproblemen einhergehen.

Obwohl Begriffe wie „Basenkur“ oder „Basenfasten“ häufig verwendet werden, wissen viele Menschen nicht, was genau sich dahinter verbirgt. Allgemein gesprochen handelt es sich bei einer Basenkur um eine zeitlich begrenzte Umstellung der Ernährungs- und Lebensweise, bei der vor allem sogenannte basenbildende Lebensmittel verzehrt werden. Ziel der Kur ist es, den Organismus zu entlasten, die Ernährung insgesamt bewusster zu gestalten und den Säure-Basen-Haushalt zu unterstützen.

Um den möglichen Nutzen einer Basenkur besser zu verstehen, lohnt sich zunächst ein Blick auf den Säure-Basen-Haushalt. Dieses wichtige Regulationssystem sorgt normalerweise dafür, dass das Verhältnis von Säuren und Basen im Körper möglichst konstant bleibt. Die Messgröße hierfür ist der pH-Wert. Allerdings unterscheidet sich der optimale pH-Wert je nach Körperbereich deutlich: Während das Blut mit einem pH-Wert von etwa 7,4 leicht basisch sein sollte, herrscht im Dickdarm ein eher ein leicht saures Milieu mit einem pH-Wert von etwa 6 bis 7. Im Magen wiederum liegt der pH-Wert aufgrund der Magensäure deutlich niedriger und bewegt sich normalerweise zwischen 1 und 5. Grundsätzlich gilt: Ein pH-Wert unter 7 wird als sauer, ein pH-Wert über 7 als basisch bezeichnet.

Bereits kleinste Verschiebungen dieses empfindlichen Gleichgewichts können Stoffwechselprozesse beeinträchtigen und den Organismus belasten. Deutlich häufiger als zu einem Basenüberschuss kommt es in diesem Zusammenhang zu einer sogenannten „Übersäuerung“. Gemeint ist damit ein Zustand, bei dem sich vermehrt Säuren im Körper ansammeln und die körpereigenen Puffersysteme zunehmend beansprucht werden. Die möglichen Folgen: Antriebslosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Hautprobleme oder allgemeines Unwohlsein. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserem ausführlichen Blogbeitrag zum Säure-Basen-Haushalt und seiner gesundheitlichen Bedeutung.

Von Vorbereitung bis Rückkehr in den Alltag: Der typische Ablauf einer Basenkur

Abhängig von Zielsetzung, gesundheitlichen Voraussetzungen und persönlichen Vorlieben kann eine Basenkur unterschiedlich gestaltet werden. Eine strengere Variante ist das sogenannte Basenfasten, bei dem über einen bestimmten Zeitraum ausschließlich basenbildende Lebensmittel gegessen werden. Im Allgemeinen beschreibt der Begriff „Basenkur“ jedoch meist eine zeitlich begrenzte Phase, in der der Anteil basenbildender Lebensmittel deutlich erhöht wird. Typischerweise dauert eine Basenkur etwa 7 bis 14 Tage – möglich sind jedoch auch längere Zeiträume oder ein kürzeres Basenfasten-Wochenende.

Generell lässt sich eine Basenkur in die folgenden drei Phasen unterteilen:

  • Vorbereitungs- bzw. Entlastungsphase: Um den Körper möglichst sanft auf die Ernährungsumstellung vorzubereiten, empfiehlt es sich, nicht abrupt mit der Basenkur zu beginnen. Stattdessen werden Kaffee, Alkohol, Zucker und Fertigprodukte schrittweise reduziert. Gleichzeitig kann es hilfreich sein, Mahlzeiten im Voraus zu planen, basische Lebensmittel einzukaufen und schon vor Beginn der Kur auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
  • Basische Ernährungsphase: Während der eigentlichen Basenkur stehen vor allem basenbildende Lebensmittel wie Gemüse, Salate, Kräuter oder bestimmte Obstsorten im Mittelpunkt. Säurebildende Lebensmittel werden – je nach Konzept – weitgehend oder vollständig gemieden. Begleitend wird häufig empfohlen, ausreichend zu trinken, bewusst und regelmäßig zu essen, Stress zu reduzieren und auf ausreichend Bewegung sowie Schlaf zu achten. Weitere praktische Empfehlungen haben wir im folgenden Abschnitt dieses Beitrags ausführlicher für Sie zusammengefasst.
  • Rückkehr- bzw. Aufbauphase: Nach Abschluss der Basenkur ist es sinnvoll, nicht sofort zu alten Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zurückzukehren. Viele Menschen nutzen die Kur als Einstieg in eine dauerhaft bewusstere Ernährung und einen gesünderen Lebensstil. Andere Lebensmittel können nun schrittweise wieder in den Speiseplan integriert werden – idealerweise jedoch ohne die während der Kur etablierten gesunden Routinen vollständig aufzugeben.

Übersäuerung adé: 10 Tipps für eine erfolgreiche Basenkur

Basenkur mit Fokus auf Ernährung, Bewegung und Regeneration

Abbildung 3: Für das Gelingen einer Basenkur ist nicht nur die Nahrungsmittelauswahl entscheidend. Auch Faktoren wie Regeneration, Bewegung und Stressmanagement spielen eine wichtige Rolle.

Eine Basenkur kann eine hervorragende Möglichkeit sein, den eigenen Lebensstil bewusster zu gestalten und den Organismus zeitweise zu entlasten. Der Fokus auf basenbildende Lebensmittel ist dabei die Basis, verbunden mit ausreichender Regeneration und dem bewussten Verzicht auf potenziell gesundheitsschädigende Gewohnheiten. Viele Menschen nutzen eine Basenkur als „Reset“, um ihre Ernährung umzustellen und langfristig gesündere Routinen zu etablieren. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, die Basenkur alltagstauglich umzusetzen und das Beste aus der Umstellung herauszuholen.

1. Essen Sie überwiegend basenbildende Lebensmittel

Damit die Basenkur möglichst erfolgreich verläuft, spielt die Lebensmittelauswahl eine entscheidende Rolle. Sogenannte Säure-Basen-Tabellen, die Sie zum Beispiel online finden, geben einen guten Überblick darüber, welche Lebensmittel als „basenbildend“ oder „säurebildend“ eingestuft werden. Dabei erfolgt die Einteilung nicht immer intuitiv: So gilt etwa Zitronensaft trotz seines sauren Geschmacks als basenbildend, da bei seiner Verstoffwechselung überwiegend basische Stoffwechselprodukte entstehen.

Grundsätzlich sind die meisten Gemüse- und Obstsorten, Kartoffeln, Salate und Kräuter basenbildend. Sie liefern zahlreiche wertvolle Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die den Organismus während der Kur unterstützen. Um die Vitalstoffe bestmöglich zu erhalten, empfiehlt sich eine schonende Zubereitung – etwa durch Dünsten, Dämpfen oder leichtes Garen.

2. Lassen Sie die Basenkur ärztlich begleiten

Ihr Vorhaben, eine Basenkur durchzuführen, sollten Sie vorab idealerweise mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt besprechen. Vor allem bei Vorerkrankungen, Untergewicht, Essstörungen oder während der Schwangerschaft ist eine ärztliche Abklärung und Begleitung sinnvoll. Eine Fachperson kann Ihnen außerdem eine bestimmte Form der Basenkur sowie individuelle Anpassungen – etwa hinsichtlich Dauer oder Lebensmittelauswahl – empfehlen.

3. Trinken Sie ausreichend Wasser

Eine angemessene Flüssigkeitszufuhr während der Basenkur unterstützt wichtige Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozesse. Empfehlenswert sind vor allem Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees, wohingegen Sie auf Softdrinks, Limonaden, Fruchtsäfte, Kaffee und alkoholhaltige Getränke verzichten sollten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden Erwachsenen eine Flüssigkeitszufuhr von rund 1,5 Litern pro Tag.1 Trinken Sie bevorzugt zwischen den Mahlzeiten, um die Verdauung möglichst wenig zu belasten.

Moderate Bewegung wie Yoga, Spaziergänge oder leichte Ausdauereinheiten während der Basenkur

Abbildung 4: Moderate Bewegung wie Yoga, Spaziergänge oder leichte Ausdauereinheiten unterstützt während der Basenkur Kreislauf, Stoffwechsel und Wohlbefinden.

4. Bauen Sie moderate Bewegung in Ihren Alltag ein

Die körperliche Aktivität muss und sollte während einer Basenkur nicht komplett eingestellt werden. Schließlich unterstützt regelmäßige Bewegung den Kreislauf, zahlreiche Stoffwechselprozesse und das allgemeine Wohlbefinden. Dennoch sind während der Umstellung gezielte Anpassungen Ihrer Trainingsroutine sinnvoll. Moderate Bewegungsformen, die den Körper nicht zusätzlich unter Stress setzen, sind in der Regel sinnvoller als intensive Workouts. Gut geeignet sind beispielsweise Yoga, Radfahren, leichte Ausdauereinheiten oder Spaziergänge an der frischen Luft.

5. Setzen Sie auf eine gezielte Stressreduktion

Sie können die Basenkur perfekt durchführen und dennoch nicht die gewünschten Effekte erzielen, weil Sie parallel stark unter Stress stehen. Chronischer Stress kann nachweislich Verdauung, Schlaf und allgemeines Wohlbedingen negativ beeinflussen. Zudem zeigen Studien, dass Stress langfristig entzündliche Prozesse im Körper verstärken und dadurch die Entstehung verschiedener Erkrankungen begünstigen kann.2 Um die Basenkur ganzheitlich zu unterstützen, lohnt es sich daher, am eigenen Stressmanagement zu arbeiten und Entspannungsmethoden wie Mediation, Atemtechniken oder Achtsamkeitsübungen bewusst in den eigenen Alltag zu integrieren.

6. Gönnen Sie Ihrem Körper regelmäßige Regeneration

Für die Zellgesundheit und die körperliche Erholung sind ausreichender Schlaf und bewusste Ruhephasen essenziell. Während des Schlafens laufen zahlreiche wichtige Reparatur- und Stoffwechselprozesse ab, die im Rahmen einer Basenkur entscheidend dazu beitragen, dass der Körper sich regenerieren und Belastungen besser ausgleichen kann. Verzichten Sie auf den Verzehr von Rohkost am späten Nachmittag und Abend, da rohes Gemüse die Verdauung mitunter vermehrt fordert und auf diese Weise den Schlaf beeinträchtigt.

7. Seien Sie geduldig mit sich selbst

Während Sie eine Basenkur durchführen, sollten Sie nicht zu streng mit sich sein. Gewohnheiten langfristig zu verändern, ist eine Herausforderung und klappt bei den allermeisten Menschen nicht sofort perfekt. Sollten Sie daher kurzzeitig in alte Muster und Ernährungsgewohnheiten zurückfallen, ist das keinesfalls ein Grund, die Kur abzubrechen. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, Ihren Körper bewusst wahrzunehmen und Schritt für Schritt gesündere Gewohnheiten zu etablieren. Wenn Sie langfristig dranbleiben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass sich erste positive Veränderungen und Erfolge einstellen.

8. Reduzieren Sie Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel

Im Rahmen einer basischen Ernährungsweise gelten Zucker, Fertiggerichte und industriell stark verarbeitete Lebensmittel als belastend. Insbesondere hochverarbeitete Produkte werden in Studien mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.3 Es ist daher absolut sinnvoll, auf zuckerreiche und stark verarbeitete Lebensmittel auch nach Abschluss der Basenkur zu verzichten oder den Verzehr zumindest stark zu reduzieren.

9. Legen Sie bewusste Essenspausen ein

Ständiges Snacken kann den Stoffwechsel dauerhaft beanspruchen. Im Gegensatz dazu geben bewusste Pausen zwischen den Mahlzeiten dem Verdauungssystem Zeit zur Regeneration und dem Körper die Gelegenheit, die aufgenommenen Nährstoffe zu verwerten. Zugleich tragen Essenspausen dazu bei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und bewusster zu genießen. Da diese den Schlaf beeinträchtigen können, sollten Sie vor allem abends keine schweren Mahlzeiten mehr zu sich nehmen und stattdessen nur leicht und proteinreich zu Abend essen.

10. Betrachten Sie die Basenkur als Startschuss für langfristige Veränderungen

Im Idealfall ist eine Basenkur kein kurzfristiges Projekt, sondern der Einstieg in eine langfristig ausgewogenere Ernährung und einen gesünderen Lebensstil. Wer dauerhaft mehr frische und unverarbeitete Lebensmittel in den Alltag integriert und zudem auf tägliche Bewegung sowie qualitativ hochwertigen Schlaf und Stressmanagement achtet, schafft eine nachhaltige Basis für Gesundheit und anhaltendes Wohlbefinden.

Disclaimer

Dieser Artikel ersetzt keine Behandlung durch einen qualifizierten Therapeuten. Die Grundlage dieses Beitrags bilden Studien und aktuelle Literatur. Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden. Besprechen Sie ggf. Ihre Inspirationen aus diesem Artikel mit einem Therapeuten Ihres Vertrauens.

Biografisches

Katharina Korbach schreibt für den Narayana Verlag regelmäßig Blogbeiträge über Heilpflanzen und natürliche Wirkstoffe. Schon früh begann sie, sich für Sprache zu interessieren und eigene literarische Texte zu verfassen. Eine schwere Erkrankung während ihrer Abiturzeit veranlasste eine intensive Beschäftigung mit Gesundheits- und Ernährungsthemen, die bis heute anhält. Nach dem wiederholten Scheitern schulmedizinischer Behandlungsmethoden entschied sie sich für einen selbstwirksameren, naturheilkundlichen Therapieansatz. Eine pflanzenbasierte Ernährung war ein wesentlicher Schlüssel auf ihrem Heilungsweg.

Katharina studierte Kulturwissenschaften (B.A.) und Angewandte Literaturwissenschaft (M.A.). 2022 veröffentlichte sie ihren Debütroman „Sperling“ im Berlin Verlag. Heute lebt sie als freie Autorin, medizinische Redakteurin und Dozentin in Berlin. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Freunden oder beim Barre-Training. Außerdem liebt sie es, zu reisen und neue vegane Rezepte auszuprobieren.


Quellen

  1. DGE: Am besten Wasser trinken. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-empfehlungen/am-besten-wasser-trinken/ (aufgerufen: 12.05.2026).
  2. Rohleder N. Stress and inflammation - The need to address the gap in the transition between acute and chronic stress effects. Psychoneuroendocrinology. 2019 Jul. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30826163/.
  3. Lane MM, Gamage E, Du S, Ashtree DN, McGuinness AJ, Gauci S, Baker P, Lawrence M, Rebholz CM, Srour B, Touvier M, Jacka FN, O'Neil A, Segasby T, Marx W. Ultra-processed food exposure and adverse health outcomes: umbrella review of epidemiological meta-analyses. BMJ. 2024 Feb 28. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38418082/.

Abbildung 1: Elena_Alex_Ferns/shutterstock.com ; Abbildung 2: Elena Shishkina/shutterstock.com ; Abbildung 3: Pixel-Shot/shutterstock.com ; Abbildung 4: MarynaMalysh/shutterstock.com

28.05.2026

Katharina Korbach