Hahnemanns Miasmenkonzept, bis heute vielfach neu formuliert und interpretiert, gilt manchen Homöopathen als eine verschwommene, veraltete Idee, andere bauen ihre gesamte Methodik darauf auf. Der unterschiedliche Gebrauch des Konzepts der „Miasmen“ führt oft zu Verwirrung und schürt Debatten.
„Spektrum der Homöopathie“ will die Vielfalt der Theorien in ihrer Entwicklung von 1828 bis 2010 abbilden und ihren Nutzen für die Praxis an typischen Fallbeispielen demonstrieren. Im Interview bringt Rajan Sankaran unser Anliegen auf den Punkt: „Für mich ist ein Miasma zunächst einmal etwas, was praktisch anwendbar sein sollte.“
Das Spektrum der Beiträge reicht von traditionellen Konzepten der Skrofulose und Tuberkulinie über Miasmatik als Vorläufer der modernen Traumalehre bis zu aktuellen Miasma-Modellen für die Fallanalyse nach Arzneigruppen.