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Corona & Co: Wenn Viren uns Angst machen

von Joette Calabrese

Link zum Update vom 24. April 2020

Jedes Jahr im Winter ist es wieder so weit, man könnte fast die Uhr danach stellen. Ein neuer Erreger wird entdeckt und die Presse versucht, uns mit immer neuen Updates über die drohende Gefahr Schweißperlen auf die Stirn zu treiben.

Sind wir wirklich so verwundbar?

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Sollten wir vorbereitet sein?

Warum eigentlich nicht? Was spricht dagegen, eine homöopathische Hausapotheke zur Hand zu haben, falls die eigene Familie von der Grippewelle erfasst wird?

Ich bin der Meinung, dass die aktuelle Lage uns keinen Anlass zur Sorge, geschweige denn zur Panik, geben sollte. Ich möchte Sie dazu ermutigen, alles aus einer verhältnismäßigen Perspektive heraus zu betrachten. Eine wachsame Gelassenheit scheint angemessen.

Sollte die Angst dennoch zu groß werden – wenn man deswegen nervös wird und gereizt – hat sich bei mir Ignatia C200 bewährt, eine Gabe zweimal täglich bis ich wieder klare Gedanken fassen kann und die Zuversicht zurückkommt.

Aber nichts kann Ängste besser zerstreuen als Informationen.

Zwar gibt es derzeit noch keine abschließenden Erkenntnisse über das Coronavirus (das liegt auch daran, dass wir Homöopathen in der westlichen Welt noch keine Corona-Fälle behandelt haben), aber es gibt einige hilfreiche Vorschläge.

Meiner Einschätzung nach unterscheidet sich dieser Ausbruch nicht von all den anderen, die wir Homöopathen in den letzten 250 Jahren behandelt haben. Auf Facebook habe ich diesem Thema mehrere Beiträge gewidmet und besonders viele Informationen zusammengestellt. Ich empfehle Ihnen, dort reinzuhören. Hier an dieser Stelle will ich Ihnen eine kurze Zusammenfassung geben.

Aber alles der Reihe nach.

Die meisten von uns möchten gar nicht erst krank werden und deswegen erreichen mich viele Fragen zum Thema homöopathische Grippeprophylaxe. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags (Februar 2020) überschlägt sich die Presse förmlich, was das Coronavirus betrifft. In Indien gab es eine Pressemitteilung des Central Council for Homeopathy mit der Empfehlung, Arsenicum album C30 komme für die Prophylaxe infrage – eine Gabe täglich, drei Tage lang eingenommen, anschließend die Einnahme einmal im Monat wiederholen.

Tatsächlich habe ich in meinem letzten Podcast genau diese Arznei zur Vorbeugung empfohlen, nur die Abstände zwischen den Gaben sind anders. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Häufigkeit der Einnahme abhängig ist vom Schweregrad der drohenden Grippewelle.

Arsenicum album C30 oder D30 kann entweder eine Woche lang täglich (einmal am Tag) eingenommen werden ODER eventuell zweimal täglich eine Woche lang. Danach sollte man die Dosis reduzieren und das Mittel ab da nur noch ein- bis zweimal pro Woche einnehmen.

Ich habe bei einem homöopathischen Kollegen und Freund in Indien nachgefragt, der mir berichtet, dass es zu diesem Zeitpunkt (Feb 2020) noch keinen Corona-Fall in Indien gegeben hätte und sie noch keine Erfahrung sammeln konnten.

Das sollten wir bei unseren Überlegungen berücksichtigen. Wir müssen wissen, dass die aktuellen Empfehlungen des Central Council eher spekulativ sind und nicht auf klinischen Erfahrungen basieren.

Wie dem auch sei, wir wissen, dass das Coronavirus eine lange Inkubationszeit hat (10-14 Tage) und sich zunächst als gewöhnliche Erkältung präsentiert. Der langsame Verlauf ist in der Tat ein Hinweis auf Arsenicum album 30, eine Arznei, die sich schon sehr oft bei heftigen Erkältungskrankheiten bewährt hat.

Bei jeder Epidemie (davon hat es über die Jahrhunderte hinweg sehr viele gegeben) versuchen Homöopathen auf der ganzen Welt den sogenannten „Genius epidemicus“ zu finden – die heilende Arznei, die zu dieser einen Krankheit passt und Menschen weltweit helfen kann.

Das wichtigste Arzneimittel, das unter Homöopathen derzeit für das Coronavirus diskutiert wird, ist Gelsemium C30, wegen der extremen Müdigkeit, die wir bei dieser Erkrankung beobachten können.

Aber auch hier handelt es sich um theoretische Überlegungen.

Solange wir nicht die Möglichkeit haben, viele Fälle zu behandeln und die Wirksamkeit bestimmter Arzneimittel immer und immer wieder zu bestätigen, müssen auch wir Homöopathen mit unseren auf Sachkenntnis gestützten Vermutungen arbeiten.

Gelsemium hat sich bereits bei anderen Epidemien als Genius epidemicus etabliert (vor allem während der Spanischen Grippe im Jahr 1918, wo man die Wirkung weltweit beobachten konnte). Gelsemium eignet sich am besten bei extremer Müdigkeit, Krankheitsgefühl und Muskelschmerzen (trifft alles auf das Coronavirus zu). Es scheint also gut zu passen. In meiner Klinik hat es zumindest bei gewöhnlichen Erkältungen sehr gut geholfen.

Es gibt einige Homöopathen, die folgendes Protokoll zur Prophylaxe vorschlagen:

  • Eine Gabe Gelsemium C30 pro Woche, solange nicht das unmittelbare Umfeld vom Virus betroffen ist.
  • Sobald es akute Erkrankungen in Ihrer Nähe gibt: eine Gabe Gelsemium C30 täglich, sieben Tage lang. Anschließend eine Gabe zweimal pro Woche, bis die Gefahr vorüber ist.

Wiederum andere Homöopathen empfehlen den Einsatz von Nosoden (also eine aus dem Erreger selbst hergestellte Arznei). Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass die Nosoden immer zuverlässig funktionieren und verwende lieber das Simillimum, zum Beispiel die Arzneimittel, die ich hier vorstelle und bespreche. Das soll nicht heißen, dass der Einsatz von Nosoden falsch ist, sie sind einfach nicht meine erste Wahl! Ich kenne viele Menschen, die mit Oscillococcinum sehr gute Ergebnisse in der Grippeprophylaxe erzielen.

Allem in allem bin ich sowieso der Meinung, dass man sich am besten vor der Grippe schützen kann, indem man sich gesund ernährt, sauberes Wasser trinkt, sich regelmäßig die Hände wäscht und genügend Ruhe gönnt. Wir Menschen in der westlichen Welt scheinen die ersten drei Dinge als selbstverständlich zu betrachten, ignorieren aber in der Regel das Letztere. Dabei benötigen wir Menschen ausreichend Ruhe! Leider haben wir uns daran gewöhnt, Raubbau mit unserem Körper zu betreiben und uns anschließend zu fragen, warum wir eigentlich so anfällig für Krankheiten geworden sind.

Mein Rat an Sie: Passen Sie gut auf sich auf, ruhen Sie sich aus und mit etwas Glück bleiben Sie von der Grippe verschont.

Aber es funktioniert natürlich nicht immer und die meisten von uns werden ab und zu krank. Für diese Zeiten habe ich immer ein Banerji-Protokoll griffbereit und ich schlage vor, dass Sie das gleiche tun.

Wenn ich das Gefühle habe, es „bahnt sich etwas an“, nehme ich zweimal täglich Aconitum napellus C200 in Kombination mit Bryonia C30 ein.

Wenn ich weiß, dass mich ein Virus erwischt hat, nehme ich die beiden Arzneien alle paar Stunden ein (dieses Banerji-Protokoll hilft auch bei Grippeerkrankungen mit Husten, mehr darüber erzähle ich in meinem Podcast).

Mal angenommen, bei mir würde das Coronavirus diagnostiziert. In diesem Fall würde ich das Banerji-Protokoll für SARS (die Krankheit hat einen ähnlichen Verlauf) anwenden:

  • Lachesis mutus C200, eine Gabe jeden zweiten Tag (das bekämpft die Lungensymptome)
  • Chelidonium majus D6 (am besten in flüssiger Form als Dilution) und Hepar sulfuris calcareum C6, eine Gabe alle zwei Stunden (zur Behandlung von Husten und Symptome in Lunge und Rachen).
  • Kalium muriaticum D3*, in Kombination mit Ferrum phosphoricum D3, eine Gabe zweimal täglich (unterstützt die Blutgesundheit und lindert die Erschöpfung).

*Oft ist Kali-mur nur als D6 erhältlich, aber wirkt genauso gut.

 

Wichtig ist, dass Sie nicht automatisch vom Schlimmsten ausgehen. Betrachten Sie Ihren viralen Infekt zunächst einmal als einfache Erkältung, bis die Diagnose feststeht. Denken Sie bei Grippesymptomen zuallererst an eine gewöhnliche Grippe, die vielleicht gut auf Oscillococciunum anspricht.

Bitte glauben Sie nicht, dass Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, nur weil Sie in den Medien so viel darüber gehört haben!

Für die Grippe gibt es neben dem oben erwähnten Arsenicum album 30 und Gelsemium C30 ein weiteres Banerji-Protokoll, über das ich kürzlich in einem meiner Podcasts sprach: Rhus tox C30 zusammen mit Bryonia C30. Die beiden Mittel werden in der Regel zu Beginn der Erkrankung abwechselnd alle drei Stunden eingenommen ODER, falls die Grippe bereits fortgeschritten ist (mit Gliederschmerzen, Atembeschwerden etc.), Sie lassen beide Mittel zusammen alle drei Stunden unter der Zunge zergehen. 

Eventuell gebe ich zusätzlich Nux vomica C30 gegen Schüttelfrost und Fieber (eignet sich besonders gut für Überanstrengung und Muskelschmerzen). Ferrum phos C30 ist eine bewährte Arznei bei niedrigem Fieber (eine der herausragenden Eigenschaften des Coronavirus).

Oft treten bei einer Grippe auch Knochenschmerzen auf. Ich meine hier nicht das leichte Wehtun, sondern das Gefühl, als wären alle Knochen im Körper gebrochen. Die Schmerzen sind sehr stark, vor allem im Rücken. Diese Art von Knochenschmerzen bringen eine gewisse Unruhe mit sich, man verspürt den Drang, sich zu bewegen, aber die Bewegung bringt keine Linderung. Außerdem friert der Betroffene stark und wird irgendwie nicht warm. Unter Umständen bessern sich die Schmerzen nach dem Erbrechen vorübergehend.

Wenn sich die Grippe mit diesen Symptomen zeigt, kann ich Eupatorium perfoliatum C200 empfehlen, alle 3-4 Stunden einzunehmen, je nach Schwere der Schmerzen. Wird die Grippe von Husten begleitet, können Sie in meinem Blog unter dem Stichwort „Husten“ nach dem passenden Mittel suchen.

Wie Sie sehen möchte ich, dass Sie sich genau anschauen, welches Symptom zurzeit im Vordergrund steht und Sie zum passenden homöopathischen Mittel führen kann. So können Sie jedes Symptom der Reihe nach „abarbeiten“ – wenn die jeweilige Arznei ihre Wirkung zu Ende gebracht hat, setzen Sie diese ab und beginnen mit der Bestandsaufnahme des nächsten Hauptsymptoms. Tun Sie das so lange, bis Sie wieder ganz genesen sind.

Eine Anmerkung zum Schluss: Bitte erschrecken Sie nicht, wenn Sie im Anschluss an die Grippe eine leichte Depression verspüren – das muss Ihnen keineswegs peinlich sein. Viele Menschen haben das, aber wir scheinen zu denken, dass nur wir als einzige davon betroffen sind. In diesen Fällen verlasse ich mich ganz auf Aurum metallicum C200, eine Gabe alle 2-3 Tage, bis ich wieder ganz die alte bin.

Und noch etwas: Bitte vergessen Sie nicht, dass eine Viruserkrankung nicht auf Antibiotika anspricht. Viel zu oft verlangen Patienten, dass ihr Arzt ihnen ein Antibiotikum verordnet. Und leider kommen viele Ärzte dieser unnötigen Bitte auch nach.

Eine Antibiose funktioniert nur bei bakteriellen Infekten, wie z.B. einer Lungenentzündung, Otitis media oder Sinusitis. Aber – und das ist ein großes ABER – wir als Anwender homöopathischer Arzneimittel wissen, dass Antibiotika langfristige Nebenwirkungen haben können.

Und auch hier gibt es Alternativen!

Da ist zum Beispiel Aconit200/Bryonia 30 nach dem oben beschriebenen Banerji-Protokoll. Es wirkt in vielen Fällen auch bei Lungenentzündung. Kali carb C200 ist ebenfalls eine wichtige Arznei.

Um diese Mittel effektiv einsetzen zu können, sollte man sich näher mit der homöopathischen Anwendung beschäftigen . Ich lege Ihnen dringend nahe, sich nicht länger auf allopathische Medikamente mit ihren unzähligen Nebenwirkungen zu verlassen. Oft bringen diese weitere gesundheitliche Beschwerden mit sich.

Die Homöopathie wirkt zuverlässig, sanft, nachhaltig und effektiv – solange man weiß, wie sie anzuwenden ist. Vielleicht ist es jetzt für Sie an der Zeit, mehr über die homöopathischen Alternativen zu erfahren. Sagen Sie es weiter!

Herzlichst, Ihre

Joette

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Produkte die seit der Corona Epidemie besonders gefragt sind

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https://joettecalabrese.com/blog/ferocious-flu-fears/

Foto: Shutterstock_630315251, Copyright: r.classen


Corona & Co: Wenn Viren uns Angst machen

von Joette Calabrese

Link zum Update vom 24. April 2020

Jedes Jahr im Winter ist es wieder so weit, man könnte fast die Uhr danach stellen. Ein neuer Erreger wird entdeckt und die Presse versucht, uns mit immer neuen Updates über die drohende Gefahr Schweißperlen auf die Stirn zu treiben.

Sind wir wirklich so verwundbar?

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Sollten wir vorbereitet sein?

Warum eigentlich nicht? Was spricht dagegen, eine homöopathische Hausapotheke zur Hand zu haben, falls die eigene Familie von der Grippewelle erfasst wird?

Ich bin der Meinung, dass die aktuelle Lage uns keinen Anlass zur Sorge, geschweige denn zur Panik, geben sollte. Ich möchte Sie dazu ermutigen, alles aus einer verhältnismäßigen Perspektive heraus zu betrachten. Eine wachsame Gelassenheit scheint angemessen.

Sollte die Angst dennoch zu groß werden – wenn man deswegen nervös wird und gereizt – hat sich bei mir Ignatia C200 bewährt, eine Gabe zweimal täglich bis ich wieder klare Gedanken fassen kann und die Zuversicht zurückkommt.

Aber nichts kann Ängste besser zerstreuen als Informationen.

Zwar gibt es derzeit noch keine abschließenden Erkenntnisse über das Coronavirus (das liegt auch daran, dass wir Homöopathen in der westlichen Welt noch keine Corona-Fälle behandelt haben), aber es gibt einige hilfreiche Vorschläge.

Meiner Einschätzung nach unterscheidet sich dieser Ausbruch nicht von all den anderen, die wir Homöopathen in den letzten 250 Jahren behandelt haben. Auf Facebook habe ich diesem Thema mehrere Beiträge gewidmet und besonders viele Informationen zusammengestellt. Ich empfehle Ihnen, dort reinzuhören. Hier an dieser Stelle will ich Ihnen eine kurze Zusammenfassung geben.

Aber alles der Reihe nach.

Die meisten von uns möchten gar nicht erst krank werden und deswegen erreichen mich viele Fragen zum Thema homöopathische Grippeprophylaxe. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags (Februar 2020) überschlägt sich die Presse förmlich, was das Coronavirus betrifft. In Indien gab es eine Pressemitteilung des Central Council for Homeopathy mit der Empfehlung, Arsenicum album C30 komme für die Prophylaxe infrage – eine Gabe täglich, drei Tage lang eingenommen, anschließend die Einnahme einmal im Monat wiederholen.

Tatsächlich habe ich in meinem letzten Podcast genau diese Arznei zur Vorbeugung empfohlen, nur die Abstände zwischen den Gaben sind anders. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Häufigkeit der Einnahme abhängig ist vom Schweregrad der drohenden Grippewelle.

Arsenicum album C30 oder D30 kann entweder eine Woche lang täglich (einmal am Tag) eingenommen werden ODER eventuell zweimal täglich eine Woche lang. Danach sollte man die Dosis reduzieren und das Mittel ab da nur noch ein- bis zweimal pro Woche einnehmen.

Ich habe bei einem homöopathischen Kollegen und Freund in Indien nachgefragt, der mir berichtet, dass es zu diesem Zeitpunkt (Feb 2020) noch keinen Corona-Fall in Indien gegeben hätte und sie noch keine Erfahrung sammeln konnten.

Das sollten wir bei unseren Überlegungen berücksichtigen. Wir müssen wissen, dass die aktuellen Empfehlungen des Central Council eher spekulativ sind und nicht auf klinischen Erfahrungen basieren.

Wie dem auch sei, wir wissen, dass das Coronavirus eine lange Inkubationszeit hat (10-14 Tage) und sich zunächst als gewöhnliche Erkältung präsentiert. Der langsame Verlauf ist in der Tat ein Hinweis auf Arsenicum album 30, eine Arznei, die sich schon sehr oft bei heftigen Erkältungskrankheiten bewährt hat.

Bei jeder Epidemie (davon hat es über die Jahrhunderte hinweg sehr viele gegeben) versuchen Homöopathen auf der ganzen Welt den sogenannten „Genius epidemicus“ zu finden – die heilende Arznei, die zu dieser einen Krankheit passt und Menschen weltweit helfen kann.

Das wichtigste Arzneimittel, das unter Homöopathen derzeit für das Coronavirus diskutiert wird, ist Gelsemium C30, wegen der extremen Müdigkeit, die wir bei dieser Erkrankung beobachten können.

Aber auch hier handelt es sich um theoretische Überlegungen.

Solange wir nicht die Möglichkeit haben, viele Fälle zu behandeln und die Wirksamkeit bestimmter Arzneimittel immer und immer wieder zu bestätigen, müssen auch wir Homöopathen mit unseren auf Sachkenntnis gestützten Vermutungen arbeiten.

Gelsemium hat sich bereits bei anderen Epidemien als Genius epidemicus etabliert (vor allem während der Spanischen Grippe im Jahr 1918, wo man die Wirkung weltweit beobachten konnte). Gelsemium eignet sich am besten bei extremer Müdigkeit, Krankheitsgefühl und Muskelschmerzen (trifft alles auf das Coronavirus zu). Es scheint also gut zu passen. In meiner Klinik hat es zumindest bei gewöhnlichen Erkältungen sehr gut geholfen.

Es gibt einige Homöopathen, die folgendes Protokoll zur Prophylaxe vorschlagen:

  • Eine Gabe Gelsemium C30 pro Woche, solange nicht das unmittelbare Umfeld vom Virus betroffen ist.
  • Sobald es akute Erkrankungen in Ihrer Nähe gibt: eine Gabe Gelsemium C30 täglich, sieben Tage lang. Anschließend eine Gabe zweimal pro Woche, bis die Gefahr vorüber ist.

Wiederum andere Homöopathen empfehlen den Einsatz von Nosoden (also eine aus dem Erreger selbst hergestellte Arznei). Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass die Nosoden immer zuverlässig funktionieren und verwende lieber das Simillimum, zum Beispiel die Arzneimittel, die ich hier vorstelle und bespreche. Das soll nicht heißen, dass der Einsatz von Nosoden falsch ist, sie sind einfach nicht meine erste Wahl! Ich kenne viele Menschen, die mit Oscillococcinum sehr gute Ergebnisse in der Grippeprophylaxe erzielen.

Allem in allem bin ich sowieso der Meinung, dass man sich am besten vor der Grippe schützen kann, indem man sich gesund ernährt, sauberes Wasser trinkt, sich regelmäßig die Hände wäscht und genügend Ruhe gönnt. Wir Menschen in der westlichen Welt scheinen die ersten drei Dinge als selbstverständlich zu betrachten, ignorieren aber in der Regel das Letztere. Dabei benötigen wir Menschen ausreichend Ruhe! Leider haben wir uns daran gewöhnt, Raubbau mit unserem Körper zu betreiben und uns anschließend zu fragen, warum wir eigentlich so anfällig für Krankheiten geworden sind.

Mein Rat an Sie: Passen Sie gut auf sich auf, ruhen Sie sich aus und mit etwas Glück bleiben Sie von der Grippe verschont.

Aber es funktioniert natürlich nicht immer und die meisten von uns werden ab und zu krank. Für diese Zeiten habe ich immer ein Banerji-Protokoll griffbereit und ich schlage vor, dass Sie das gleiche tun.

Wenn ich das Gefühle habe, es „bahnt sich etwas an“, nehme ich zweimal täglich Aconitum napellus C200 in Kombination mit Bryonia C30 ein.

Wenn ich weiß, dass mich ein Virus erwischt hat, nehme ich die beiden Arzneien alle paar Stunden ein (dieses Banerji-Protokoll hilft auch bei Grippeerkrankungen mit Husten, mehr darüber erzähle ich in meinem Podcast).

Mal angenommen, bei mir würde das Coronavirus diagnostiziert. In diesem Fall würde ich das Banerji-Protokoll für SARS (die Krankheit hat einen ähnlichen Verlauf) anwenden:

  • Lachesis mutus C200, eine Gabe jeden zweiten Tag (das bekämpft die Lungensymptome)
  • Chelidonium majus D6 (am besten in flüssiger Form als Dilution) und Hepar sulfuris calcareum C6, eine Gabe alle zwei Stunden (zur Behandlung von Husten und Symptome in Lunge und Rachen).
  • Kalium muriaticum D3*, in Kombination mit Ferrum phosphoricum D3, eine Gabe zweimal täglich (unterstützt die Blutgesundheit und lindert die Erschöpfung).

*Oft ist Kali-mur nur als D6 erhältlich, aber wirkt genauso gut.

 

Wichtig ist, dass Sie nicht automatisch vom Schlimmsten ausgehen. Betrachten Sie Ihren viralen Infekt zunächst einmal als einfache Erkältung, bis die Diagnose feststeht. Denken Sie bei Grippesymptomen zuallererst an eine gewöhnliche Grippe, die vielleicht gut auf Oscillococciunum anspricht.

Bitte glauben Sie nicht, dass Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, nur weil Sie in den Medien so viel darüber gehört haben!

Für die Grippe gibt es neben dem oben erwähnten Arsenicum album 30 und Gelsemium C30 ein weiteres Banerji-Protokoll, über das ich kürzlich in einem meiner Podcasts sprach: Rhus tox C30 zusammen mit Bryonia C30. Die beiden Mittel werden in der Regel zu Beginn der Erkrankung abwechselnd alle drei Stunden eingenommen ODER, falls die Grippe bereits fortgeschritten ist (mit Gliederschmerzen, Atembeschwerden etc.), Sie lassen beide Mittel zusammen alle drei Stunden unter der Zunge zergehen. 

Eventuell gebe ich zusätzlich Nux vomica C30 gegen Schüttelfrost und Fieber (eignet sich besonders gut für Überanstrengung und Muskelschmerzen). Ferrum phos C30 ist eine bewährte Arznei bei niedrigem Fieber (eine der herausragenden Eigenschaften des Coronavirus).

Oft treten bei einer Grippe auch Knochenschmerzen auf. Ich meine hier nicht das leichte Wehtun, sondern das Gefühl, als wären alle Knochen im Körper gebrochen. Die Schmerzen sind sehr stark, vor allem im Rücken. Diese Art von Knochenschmerzen bringen eine gewisse Unruhe mit sich, man verspürt den Drang, sich zu bewegen, aber die Bewegung bringt keine Linderung. Außerdem friert der Betroffene stark und wird irgendwie nicht warm. Unter Umständen bessern sich die Schmerzen nach dem Erbrechen vorübergehend.

Wenn sich die Grippe mit diesen Symptomen zeigt, kann ich Eupatorium perfoliatum C200 empfehlen, alle 3-4 Stunden einzunehmen, je nach Schwere der Schmerzen. Wird die Grippe von Husten begleitet, können Sie in meinem Blog unter dem Stichwort „Husten“ nach dem passenden Mittel suchen.

Wie Sie sehen möchte ich, dass Sie sich genau anschauen, welches Symptom zurzeit im Vordergrund steht und Sie zum passenden homöopathischen Mittel führen kann. So können Sie jedes Symptom der Reihe nach „abarbeiten“ – wenn die jeweilige Arznei ihre Wirkung zu Ende gebracht hat, setzen Sie diese ab und beginnen mit der Bestandsaufnahme des nächsten Hauptsymptoms. Tun Sie das so lange, bis Sie wieder ganz genesen sind.

Eine Anmerkung zum Schluss: Bitte erschrecken Sie nicht, wenn Sie im Anschluss an die Grippe eine leichte Depression verspüren – das muss Ihnen keineswegs peinlich sein. Viele Menschen haben das, aber wir scheinen zu denken, dass nur wir als einzige davon betroffen sind. In diesen Fällen verlasse ich mich ganz auf Aurum metallicum C200, eine Gabe alle 2-3 Tage, bis ich wieder ganz die alte bin.

Und noch etwas: Bitte vergessen Sie nicht, dass eine Viruserkrankung nicht auf Antibiotika anspricht. Viel zu oft verlangen Patienten, dass ihr Arzt ihnen ein Antibiotikum verordnet. Und leider kommen viele Ärzte dieser unnötigen Bitte auch nach.

Eine Antibiose funktioniert nur bei bakteriellen Infekten, wie z.B. einer Lungenentzündung, Otitis media oder Sinusitis. Aber – und das ist ein großes ABER – wir als Anwender homöopathischer Arzneimittel wissen, dass Antibiotika langfristige Nebenwirkungen haben können.

Und auch hier gibt es Alternativen!

Da ist zum Beispiel Aconit200/Bryonia 30 nach dem oben beschriebenen Banerji-Protokoll. Es wirkt in vielen Fällen auch bei Lungenentzündung. Kali carb C200 ist ebenfalls eine wichtige Arznei.

Um diese Mittel effektiv einsetzen zu können, sollte man sich näher mit der homöopathischen Anwendung beschäftigen . Ich lege Ihnen dringend nahe, sich nicht länger auf allopathische Medikamente mit ihren unzähligen Nebenwirkungen zu verlassen. Oft bringen diese weitere gesundheitliche Beschwerden mit sich.

Die Homöopathie wirkt zuverlässig, sanft, nachhaltig und effektiv – solange man weiß, wie sie anzuwenden ist. Vielleicht ist es jetzt für Sie an der Zeit, mehr über die homöopathischen Alternativen zu erfahren. Sagen Sie es weiter!

Herzlichst, Ihre

Joette

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Foto: Shutterstock_630315251, Copyright: r.classen





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