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Zerstörung auf allen Ebenen - die Heilkraft von Krebs

von Declan Hammond
 

Patienten durch ihre Krebserkrankungen zu begleiten gehört zu den schwierigsten, aber auch zu den interessantesten und lohnendsten Aufgaben in meiner Praxis. Es ist eine Herausforderung, weil es mich und meine Patienten mit allen Themen und Tabus konfrontiert, die die meisten Menschen ihr Leben lang zu vermeiden versuchen - Tod, Verstümmelung, Verlust, soziale Isolation.Es ist aber auch eine lohnende Aufgabe, denn es fordert uns beide auf, unsere Schatten anzunehmen, und lädt uns zu einer Reise in unser ganz persönliches Unbewusstes ein.
Wir kehren lebendiger und vollkommener in unser Leben zurück und entwickeln ein Bewusstsein für unseren Platz in der Welt. Die folgende Falldarstellung ist die Geschichte einer solchen Reise, an der ich als Therapeut teilhaben durfte.
L. ist eine 34-jährige Frau mit Gebärmutterhalskrebs, deren Gebärmutterhals durch die Krankheit fast völlig weg gefressen wurde. Sie hat stechende, reißende, ziehende Schmerzen in der Gebärmutter. Seit ihrer Jugend leidet sie außerdem unter entsetzlich schmerzhaften Perioden, die sie zwischen 10 und15 Tagen im Monat wegen der heftigen Schmerzen ans Bett fesseln, und an Herpes genitalis. Im Alter von 16 Jahren wurden bei ihr Vaginalwarzen weg gebrannt. Sie neigt zu „rasenden Kopfschmerzen“ und hat trockene, schuppige, juckende Haut. Sie ist mehrfach geimpft worden, was ihr jedes Mal schlecht bekommen ist.
Sie ist sehr dünn und nervös, zittert und läuft hin und her wie ein eingesperrtes Tier. Ihre Geschichte ist katastrophal: zu Hause musste sie ihre Mutter und ihre Schwestern vor ihrem Vater, einem Trunkenbold, schützen, der oft die Kontrolle über sich verlor und körperlich und sexuell gewalttätig wurde. Sie übernahm die Rolle einer Beschützerin für alle, selbst für die, die sie vergewaltigten und schlugen, wie ihr Freund, der ebenfalls Trinker war.
 
Ihr Freund wurde später ermordet. Sie wurde öffentlich des Mordes angeklagt und fühlte sich von der Polizei und der Presse „wie ein Tier behandelt und in Stücke gerissen“. Sie lebte indessen in Angst, denn sie wusste, dass der wahre Mörder noch auf freiem Fuß war.
 

Ihr achtjähriger Sohn wurde ihr weggenommen und in Pflege gegeben. Sie träumte von Vergewaltigung, von Messern und Gewalt und davon, als Jüdin im Konzentrationslager zu sein. „Ich stelle mir immer vor, dass das Schlimmste passiert.“ Die Zerstörung auf allen Ebenen, sowohl bei ihren Vorfahren, als auch in ihrer derzeitigen Situation, und die vielen Toten in ihrem Umfeld führten zu einer Erstverschreibung von Syphilinum 10M.
Innerhalb von zwei Wochen war sie in der Lage, allein zu sein ohne zusammenzubrechen. Sie hatte nicht mehr das Gefühl „außerhalb von sich selbst“ zu stehen, ein Gefühl, das typisch ist für Situationen, in denen ein tief greifendes Mittel wie Syphilinum angezeigt ist. „Meistens versuche ich verzweifelt, nett zu sein, damit die Menschen mich nicht verletzen, wenigstens nicht gleich.“

 
Ich habe festgestellt, dass Krebspatienten meist „nette“, sensible Menschen sind, die ihre Wut und ihre eigene Individualität unterdrücken. Oft werden Heilung und Befreiung von der Vergangenheit erst dann möglich, wenn nach und nach ihre tiefsten Gefühle an die Oberfläche kommen und sie ihrer Wut und ihrem Schmerz Ausdruck verleihen können. (Bevor dies geschehen ist, kann alles Gerede über „Vergebung“ nur eine weitere Unterdrückung dieser Gefühle bedeuten).
 
L. blieb 3 Monate auf Syphilinum, das in ansteigenden LM-Potenzen von LM1 bis LM3 gegeben wurde. An diesem Punkt berichtete sie: „Jetzt weiß ich, dass es eine Zukunft gibt, früher war das einzige, was ich mir vorstellen konnte, ein entsetzlicher, qualvoller Tod.“
 

Während der Behandlung war sie auch anfällig für Erkältungskrankheiten und entwickelte regelmäßig influenza-ähnliche Symptome. Nux vomica D 6 und Sulfur D 6 wurden im Wechsel gegeben. Sie erlebte die Grippe-Anfälle als „Reinigung“ von Alkohol und dem vielen Fast food, das sie zu sich genommen hatte, um ihre Gefühle zu betäuben; die Mittel setzten einen Entgiftungsprozess in Gang.

 

Allmählich begann sie, ihre Trauer in einer wirklich intensiven Weise zu durchleben, brach in Tränen aus, schluchzte hysterisch und geriet völlig außer Kontrolle. Zu diesem Zeitpunkt verschrieb ich Ignatia 10M. Es half dramatisch, aber die Wirkung hielt nur ein paar Stunden an. Ich verschrieb es erneut in Wasser aufgelöst und verschüttelt und nach Bedarf einzunehmen (anfangs 5-mal täglich, dann langsame Reduktion bis zu einer Einzeldosis wöchentlich).
Nach zwei Monaten Behandlung mit Ignatia 10M war sie soweit, dass sie sich stark genug fühlte, um Hilfe zu erbitten. Sie begann, sich ein Netzwerk zu ihrer Unterstützung aufzubauen, nahm wieder Kontakt zu guten Freunden auf, die sie vernachlässigt hatte und trennte sich von anderen, die „Gift“ für sie waren. Sie engagierte sich stärker für ihre homöopathische Behandlung. Sie wurde durchsetzungsfähiger, und traute sich mir zu sagen, was sie brauchte und wann sie meine Hilfe benötigte.

 

Eine Krebszelle hat ihre „Eigenveranwortung“, ihre wahre Bestimmung im Körper verloren. Ebenso haben die meisten Krebspatienten mit ihren Sinn für sich selbst verloren, ihr Leben bleibt ungelebt, sie verlieren sich in der Fürsorge für andere oder lassen sich von den Anfechtungen in ihrem Leben niederdrücken. Wenn sie durchsetzungsfähiger werden, ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und zu ihnen stehen können, ist ein entscheidender Schritt vorwärts auf der Reise zu ihrer Heilung geschafft.
Nach sechsmonatiger Behandlung hatten sich Lyns Menstruationsbeschwerden zwar gebessert, aber sie machte sich immer noch Sorgen. Aufsteigende Potenzen von Folliculinum LM 1 – LM 4 regulierten dieses Problem – „zum ersten Mal in meinem Leben“, wie sie sagte. In dieser Zeit begann sie ernsthaft zu versuchen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben; sie setzte sich Ziele und äußerte den Wunsch, „sich selbst zu finden“.

 
L. wurde 9 Monate nach der Behandlung von ihrem Gynäkologen untersucht. Zu seinem Erstaunen war ihr Muttermund völlig in Ordnung, keinerlei Anzeichen von Bösartigkeit mehr.
 

Sie kam in den nächsten 3 Jahren noch einige Male zu mir. Sie schrieb sich im College ein, begann eine neue Beziehung (ihre erste „gesunde“ Beziehung), fand eine zufrieden stellende Arbeit und „regenerierte“ sich. Sie nahm zu dieser Zeit Tabernanthe Iboga LM1 bis LM6, erhielt aber dazwischen eine Dosis Syphilinum 50M, als sie dabei war, die Orientierung zu verlieren, nachdem Erinnerungen an schweren familiären Missbrauch aufgetaucht waren. 
Zwischenzeitlich nahm sie über 6 Monate ansteigende Potenzen von Carcinosinum (C 200, 1M, 10M), als Schuldgefühle und Selbstvorwürfe an ihr inneres Kind ihre Genesung verzögerten. (Ich habe festgestellt, dass Carcinosinum in einer seiner vielen Formen fast immer zu irgendeinem Zeitpunkt in der Krebsbehandlung benötigt wird. Während dieser Zeit wurde L. körperlich beschwerdefrei, fand inneren Frieden und sprach viel über „Tod und Wiedergeburt“, „Erneuerung“, den „wahren Sinn des Lebens“, und die „Verbindung mit Familie und Vorfahren“ (alles Leitsymptome des neuen Mittels, das ich damals gerade prüfte).
Als Homöopath ist mir schon seit langem aufgefallen, dass ich im Energiefeld meiner Praxis und meines Lebens häufig Patienten anziehe, die meine Ideen erweitern und mich lehren, über mich selbst hinaus zu gehen. Ich lerne, auf meine eigenen Gedanken, meine Überzeugungen, meine Worte und meine Energie zu achten, und habe im Laufe der Jahre begriffen, dass all dies meine Patienten ebenso beeinflusst wie die Mittel, die ich verordne.
Ls Lebensweg, der so gar keine Gemeinsamkeiten mit meinem eigenen Leben hat und mir
 
Gutgläubigkeit und Vertrauen abfordert, schockierte mich durch seine Gewaltsamkeit. Homöopathisches Vorgehen bedeutete in ihrem Fall, mit meinen Verordnungen in neue Bereiche vorzustoßen und zeigte mir, dass ich bereit sein musste, jedes Mittel jederzeit zu verschreiben - in beliebiger Reihenfolge und in jeder Potenz. Sie inspirierte mich mit ihrem Mut, ihrer Kreativität und der Bereitschaft, ihre entsetzliche Lebensgeschichte zu überwinden und ihr Leben zu heilen, und erinnerte mich an Ben Gurions geflügeltes Wort: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“
 
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Kategorie: Fälle
Stichwörter: Gebärmutterhalskrebs, Gewalt, physischer und sexueller Missbrauch, Konzentrationslager, nett, Menstruationsbeschwerden
Mittel: Carcinosinum, Folliculinum, Ignatia, Nux vomica, Staphisagria, Sulfur, Syphilinum, Tabernanthe Iboga

 




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