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Melilotus und Indigo: zwei kurze Fälle

von Deborah Collins
Fall 1

Melilotus

Eine Frau Mitte dreißig kam wegen ihrer chronischen Migräne, die immer schlimmer wurde. Es gab kaum eine Woche ohne schwere Migräne. Sie versuchte, sich trotz der Schmerzen und des Erbrechens weiterhin in ihrem Job als Lehrerin durchzukämpfen. Als sie zur Beratung kam, war sie wieder mitten in einer Migräne-Attacke. Ich bot ihr an, sich hinzulegen, statt sie mit Fragen zu quälen. Sie schien in einen Trancezustand zu gelangen und flüsterte mit schwacher Stimme: "Sie kommen!" Als ich sie fragte, wer da komme, antwortete sie: "Die Männer mit den schwarzen Stiefeln!"
Als sie schließlich wieder soweit war, dass sie sprechen konnte, sagte sie, dies sei ein Bild, das sie von Zeit zu Zeit heimsuche. Sie müsse sich in der Dunkelheit verstecken, während „gefährliche Leute“ nach ihr suchten. Ihr rotes Gesicht während der Migräneattacke, ihre schwache Stimme (auch als es ihr wieder gut ging), ihr familiärer Hintergrund während der Kriegsjahre in Holland und ihre beklagenswerte Vergangenheit mit einem sadistischen Bruder ließen mich an Melilotus denken, das die Rubrik hat: "Angst, die Stimme zu erheben." Ihre Situation erinnerte an jemand, der sich verstecken muss, der angespannt ist und still sein muss, um nicht entdeckt und gefangen genommen zu werden, wie die Juden während des Holocaust. Sie erhielt wiederholte Gaben von Melilotus und berichtete, dass nicht nur ihre Migräne verschwunden sei, sondern sich auch ihre Fähigkeit, „sich für sich selbst einzusetzen“ verbessert habe. Ein Verlangen nach Süßigkeiten, die sie zuvor nicht erwähnt hatte, war ebenfalls verschwunden.

 

Fall 2

 

Indigofera tinctoria

Ein Jugendlicher kam zur Beratung wegen chronischer Müdigkeit und schweren Konzentrationsstörungen, die er die meiste Zeit seines Lebens gehabt hatte, die sich jedoch nach einem Anfall von Mononukleose stark verschlimmert hatten. Trotz seiner Intelligenz und Lernbereitschaft schaffte er kaum seine Hausaufgaben und ging meistens direkt nach dem Abendessen ins Bett. Er war bleich und dünn, schlurfte gebeugt umher und wirkte erschöpft.

Er stammte aus einer jüdischen Familie und es schien, als ob er das ganze Gewicht der jüdischen Geschichte auf seinen Schultern trage. Die typischen Post-Mononukleose-Mittel wie Carcinosinum, Gelsemium und Baptisia halfen ihm nicht. Indem ich seine Abneigung gegen Erbsen berücksichtigte, suchte ich ein Mittel aus der Familie der Leguminosen. Das richtige Mittel zeigte sich jedoch erst, als er eine akute Erkrankung bekam. Er entwickelte eine linksseitige Gesichtsneuralgie, die schnell auf Indigo, eine der wenigen Leguminosen mit dieser Beschwerde im Mittelbild, reagierte. Nach der Mittelgabe stiegen sowohl seine Energie als auch seine Konzentrationsfähigkeit erheblich an. "Der Nebel hat sich gehoben", war sein Kommentar dazu. Abends geht er jetzt als einer der letzten in der Familie zu Bett.

 

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Fotos: Wikipedia.org
Melilotus officinalis
Indigofera tinctoria
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Kategorie: Fälle
Stichwörter: Migräne, sich für sich selbst einsetzen, chronische Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, einseitige Gesichtsneuralgie links
Mittel: Indigofera tinctoria, Melilotus officinalis

 




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