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Ein Fall von seronegativer Arthritis

von Urvi Chauhan
 
Ein 39-jähriger Mann kam im August 2004 wegen asymmetrischer Gelenkschmerzen und Schwellungen in den Fingern; seine Beschwerden wurden bereits als seronegative Arthritis diagnostiziert. Er hat Schmerzen in der rechten Hand, im Ellbogen und in der rechten Hüfte. Der Schmerz verstärkt sich in der Nacht und ist zwischen 12 und 1 Uhr nachts am schlimmsten; er benutzt ein ayurvedisches Spray (Reli) zur Linderung der Schmerzen. Der Schmerz tritt etwa einmal wöchentlich auf und er ahnt im Voraus, wann er kommen wird und nimmt prophylaktisch das Spray. Es bereitet ihm Schmerzen, seine rechte Seite zu belasten, daher muss er sich beim Aufstehen vom Sitzen hochziehen. Der Genuss von sauren Speisen, besonders von unreifen Mangos, verstärkt die Schmerzen. Er neigt etwas zum Stottern, besonders wenn er jemand neu kennen lernt.

 

Dr.: „Erzählen Sie mir mehr über ihre Schmerzen!“
 
 Pt.: „Es fing in den Fingerspitzen an, als ich sechzehn war. Die geringste Berührung verschlimmerte alles, und meine Finger liefen rot an. Im Augenblick sind die Schmerzen sehr stark; es ist wie ein Geschwür in meinem Inneren, ich kann meine Gelenke nicht beugen! Es fühlt sich an, als wäre ich von einem stumpfen Gegenstand getroffen worden, als sei das Blut in meinem Inneren geronnen. Es ist schlimmer, wenn meine Hand nach unten hängt, schlimmer bei Berührung und besser, wenn ich die Hand schüttele. Als es begann, habe ich vor Schmerzen geweint und mich gefragt, wie das in Zukunft werden soll. Im Moment kann ich die Schmerzen ertragen, aber ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Wenn ich das meiner Frau sage, wird sie sich große Sorgen machen. Ich weiß, dass es sich verschlimmern wird, darum halte ich Ruhe; ich kann ruhig bleiben, auch wenn mich jemand mit einem Messer schneidet, würde ich nicht mal „oooh“ sagen (weint). Ich weiß, dass die Krankheit bleibt, ich kann sie nicht lindern, also muss ich sie ertragen.“
 

Deichbruch an der Elbe 1825; Überschwemmung
Als die Schmerzen zum ersten Mal kamen, schlief ich und hatte einen Traum. In diesem Traum saß ich in einem Boot in einer Flut und sah, wie viele Menschen ins Wasser geschwemmt wurden und ertranken. Ich sah mich selbst, wie ich versuchte, die Menschen zu retten. Ich rettete jemand auf der rechten Seite des Bootes, dann ging ich auf die linke Seite und rettete jemand anderen. Ich sah mir dabei zu, und mit jeder Bewegung wurde der Schmerz in meiner Hand schlimmer. Es war ein Schmerz, als ob etwas gebrochen sei, als ob die Hand von innen heraus gefroren sei. Ich konnte meinen Arm kaum noch bewegen, doch ich zwang mich dazu.
Langsam und unter großen Schmerzen bewegte ich den Arm von rechts nach links. Wenn ich ruhig saß, hatte ich keine Schmerzen, aber da waren so viele Leute, die von mir gerettet werden wollten. Von allen Seiten riefen sie um Hilfe, es war unerträglich. Aber das Schlimmste in meinem Traum war der Schmerz, er absorbierte mich vollkommen, er war grenzenlos, unerträglich, mehr als ich ertragen konnte und ich schrie vor Schmerzen. Damals versuchte ich mir selbst zu erklären: „Dieser Schmerz ist da und wird immer da bleiben, darum vergiss den Schmerz und konzentriere dich darauf, das Leben dieser Menschen zu retten!“
 
Es ist wichtig, die Psyche des Patienten zu verstehen; auch wenn seine körperliche Krankheit Arthritis ist, kommt es auf seine krankhafte Art des Umgangs mit seinem Problem an. Sein Gefühl ist, dass es keine Hoffnung gibt, dass die Schmerzen bleiben werden, und dass seine einzige Möglichkeit damit umzugehen ist, den Schmerz zu ertragen.
 

Der Schmerz ist unerträglich und ebenso unerträglich ist die Situation, in der er sich in seinem Traum befindet, es ist eine sehr schwierige Situation, die übermenschliche Anstrengungen erfordert, die er erfolgreich in Angriff nimmt. Wir erleben seine Schmerzempfindlichkeit und wie er versucht, seine Schmerzen zu kontrollieren, um das Leben der Menschen zu retten. Diese Art der Bewältigung deutet auf das Krebs-Miasma hin: eine Situation, die außer Kontrolle geraten ist, über die eigenen Grenzen hinausgeht, hohe Anforderungen stellt und eine übermenschliche Anstrengung verlangt - das ist genau das, was wir in diesem Traum sehen.

Das zweite, was wir verstehen müssen, ist die Art, wie er seine Träume benutzt, um zu beschreiben, wie er mit dem Schmerz umgeht, wie intensiv die Situation in seiner Wahrnehmung ist und was für hohe Anforderungen sie an ihn stellt. Dies ist die Ebene der Imagination und der Phantasie.
Nun müssen wir andere unkompensierte Bereiche seines Lebens aufspüren und sie erkunden, um seine Erfahrungen zu verstehen. Wenn wir die richtige Spur entdeckt haben, werden wir auf ähnliche Erfahrungen treffen wie die, die wir schon kennen. Kommt etwas völlig Neues zum Vorschein, wenn wir ein anderes Lebensgebiet erkunden, so bedeutet das entweder, dass wir die erste Erfahrung nur unvollständig erforscht haben oder dass wir auf dem falschen Weg sind. In einem solchen Fall müssen wir versuchen, zunächst den neu entdeckten Vorgang zu verstehen, bis wir das gesamte Lebensprinzip richtig begriffen haben; erst dann können wir auf frühere Erfahrungen zurückgreifen und das fehlende Verbindungsglied finden.
Wenn er über seinen Schmerz spricht, wiederholt er immer wieder: „Er ist völlig außer Kontrolle, er überschreitet die Grenzen des Erträglichen. Wenn er noch schlimmer würde, könnte ich nicht mehr gehen, ich wäre bettlägerig und das würde mich furchtbar deprimieren!“
 
Dr.: „Erzählen Sie mir mehr über sich.“
 
Pt.: „Mein Hauptziel ist es, fit zu bleiben. Seit meiner Kindheit habe ich Seilspringen geübt, 400 mal pro Einheit.“
 
Dr.: „Gibt es ein Ereignis in Ihrem Leben, das einen starken Einfluss auf Sie gehabt hat?“
 
Pt.: „Ja, und noch heute, wenn ich an diesen Vorfall denke, schießen mir die Tränen in die Augen. Eines Tages fand ich meine Tochter, die unter starkem Prüfungsdruck stand, bewusstlos auf ihrem Bett liegen. Ihre Augen standen weit offen und ihre Gliedmaßen waren gestreckt, aber sie lag unbeweglich (er hat Tränen in den Augen). Es geschah direkt vor meinen Augen. Ich dachte: „Was wäre, wenn ihr etwas passiert?“ Ich stand unter Schock. Sie litt und ich konnte nichts dagegen tun, ich war völlig hilflos. Es überstieg meine Vorstellungskraft, ich konnte es nicht ertragen.“
Dr.: „Erzählen Sie mir mehr über diesen Schock!“
 

Pt: „Es war so unerwartet, plötzlich kam so etwas Schmerzliches. Ich musste mit ansehen, wie jemand, den ich so sehr liebte, litt und dass ihr alles Mögliche passieren könnte, das war so schockierend für mich.

Ein anderer Vorfall: „Ich war mit meiner Mutter spazieren; ich hielt ihre Hand, trotzdem stolperte sie und fiel hin. Ich war schockiert und dachte: „Ich bin bei ihr und sie fällt doch, oh Gott!“ Ich tadelte mich selbst für meine Hilflosigkeit; in dieser Situation konnte ich nichts tun. Ganz allgemein bin ich sentimental und weine leicht, vor allem, wenn es um meine Familie geht.“

 
Wir erleben wieder seine Empfindsamkeit gegenüber unerträglichen Schmerzen, das Leid seiner Tochter und seiner Mutter und seine Hilflosigkeit und Unfähigkeit, die Situation in den Griff zu bekommen.
 
Dr.: „Gab es noch andere Erlebnisse, die einen tiefen Einfluss auf Sie gehabt haben?“
 
Pt.: „Einmal hatte ich eine schwere Verletzung an der Kopfhaut, es war sehr schmerzhaft. Ein anderes Mal riss ich mir die Haut auf und das Fleisch lag offen, aber ich weinte nicht. Der Schmerz war unerträglich, aber ich beherrschte mich und fühlte mich nicht hilflos.“
 
Dr.: „Erzählen Sie mir etwas über Ihr Stottern?
 
Pt.: „Ich habe seit meiner Kindheit damit zu tun. Ich fühlte mich immer sehr unwohl damit und fragte mich, was mit mir los war im Vergleich zu anderen; darum zog ich mich von den Menschen zurück, redete nur über das Telefon mit ihnen oder verließ das Haus, wenn Besuch kam. Nach meiner Heirat entwickelte ich mehr Selbstvertrauen und fing an, auch in der Öffentlichkeit zu sprechen; ich traf mich mit Freunden, nahm an Gruppengesprächen teil und ging in Arbeitsgruppen. Auch wenn ich stotterte, fühlte ich mich nicht mehr schlecht, und ich habe auch keine Ängste mehr.“
 
Dr.: „Was für Interessen und Hobbys haben Sie?“
 

Pt.: „Ich mag Spiele im Freien wie Cricket, wobei ich gern eine aktive Rolle im Spiel bzw. Sport übernehme – man sollte aus ganzem Herzen zu spielen, hundertprozentig. Man fühlt sich enorm glücklich, wenn man gewinnt, ist stolz auf sich und voller Elan. Das begeistert mich!

Ich liebe die Musik, höre gern wohlklingende Lieder, traurige alte Lieder, nicht die lustigen. Oft mache ich das Licht aus, gehe ins Bett und lasse die Musik an; dann werde ich ganz ruhig. Es klingt so himmlisch erfrischend, und ich vergesse alles und werde ruhig, auch wenn ich Schmerzen habe.“

 
DR.: „Was ist das Gegenteil von „Frieden und Ruhe“?
 
Pt.: „Ich stelle mich nie einer Konfrontation, ich lasse alle so sein, wie sie sind. Ich fühle mich schlecht, wenn mich jemand verletzt, sich über mich lustig macht oder mich betrügt, aber ich lasse die Sache auf sich beruhen.“
 
DR.: „Legen Sie Wert auf Ordnung?“
 
Pt.: „Ja. Ich lege großen Wert darauf, dass die Dinge an ihrem Platz sind. Ich schimpfe mit meiner Tochter, weil sie unordentlich ist.“
 

Analyse:

Einerseits sehen wir seine Sensibilität gegenüber seinem intensiven, unerträglichen, starken Schmerz und seinem Leiden. Auf der anderen Seite sehen wir Frieden, Stille, absolute Ruhe und keine Schmerzen. Das Problem hier ist die Sensibilität gegenüber einem Gefühl: unerträgliche Schmerzen. Wir finden nicht die Themen Struktur, Sorge und Mangel usw., die das Mineralreich prägen, noch gibt es die Täter/Opfer-Thematik, die das Tierreich beherrscht. Dies ist ein reines Thema des Pflanzenreiches. Ein so sensibler Mensch, der so leicht weint, passt zum Pflanzenreich. Bei seiner Sensibilität gegenüber unerträglichen Schmerzen ist ein Mittel aus der Familie der Papaveraceae indiziert. Die Mittel der Papaveraceae-Familie zeigen  die folgenden Symptome:

  • Schmerzlosigkeit von Beschwerden, die gewöhnlich Schmerzen bereiten (Complete)
  • Beschwerden durch Schock (Knerr)
  • Beschwerden durch Schreck, Furcht, Unfall, aus der Sicht eines anderen (1) (Complete)
  • Wahnvorstellung, er wird verletzt, die Leute wollen ihn hinrichten (1) (Knerr)

Wir sehen, dass die Furcht - und der Schmerz – sehr intensiv sind, was zu Krämpfen, Taubheitsgefühl, Schläfrigkeit und Gefühllosigkeit führt, und dass die Person ihren Schmerz und die Gefühle, die sie berühren, nicht zulassen kann, denn Schmerzlosigkeit ist eines der wichtigsten Symptome von Opium und anderen Mitgliedern der Papaveraceae-Familie.

Einerseits haben wir starke Schmerzen auf körperlicher und mentaler Ebene (Schock, Angst, Schreck durch Unfälle, Verletzungen, Mord, Gewalt, stechend) zusammen mit Schläfrigkeit, Koma, Katalepsie, Lähmung und Taubheitsgefühlen als passive Reaktion auf die Schmerzen. Dies ist das Lebensgefühl der Papaveraceae: intensive, höllische Schmerzen, innerer Aufruhr, Unruhe.

Andererseits gibt es im Gegensatz zu dem intensiven Schmerz einen Zustand von Schmerzlosigkeit, Stille und Ruhe, einen Zustand, wie man ihn in der Meditation erlebt, den Zustand, den unser Patient beschreibt, wenn er in der Dunkelheit Musik hört, wo er seine Schmerzen vergisst.

Miasma: Krebs (Kontrollverhalten)

 

Mittel: Opium, dessen zentrales Thema lautet: „Schmerzen und Leiden zu kontrollieren oder daran zu scheitern.“ Wie wir wissen, ist Schmerzlosigkeit eines der Hauptthemen von Opium; der Patient erlaubt dem Schmerz nicht, ihn zu berühren, weil er so empfindsam für Schmerzempfindungen ist. Daher sind Meditation und Ruhe große Opium-Themen. Chelidonium, Codeinum, Fumaria und Morphinum sind weitere Mittel aus der gleichen Familie, die diesen Zustand teilen.

Charakteristische Rubriken dieses Falles, die durch Opium abgedeckt werden:

  • Geist und Gemüt: TRÄUME, Reisen, auf dem Wasser, ängstlich (1)
  • Opium ist das einzige Mittel, das bei diesem Symptom erwähnt wird. Zusammen mit dem unten erwähnten Symptom, drückt es die Erfahrung des Patienten in seinem Traum vom Wasser aus.
  • Geist und Gemüt: Wahnvorstellungen: sieht Unfälle (7)
  • Auch hier gibt es nur 7 Mittel; Opium ist eines davon

Andere Rubriken:

  • Geist und Gemüt: ZÄRTLICH
  • Geist und Gemüt: ZUKUNFTSÄNGSTE
  • Geist und Gemüt: ANGSTZUSTÄNDE, durch Schmerzen
  • Geist und Gemüt: BESCHWERDEN durch Aufregung, emotionale und mentale Symptome durch
  • Geist und Gemüt: BESCHWERDEN durch Schreck oder Angst, Unfall
  • Geist und Gemüt: BESCHWERDEN durch Kummer, Trauer, Sorge
  • Geist und Gemüt: BESCHWERDEN durch Verletzungen, Unfälle
  • Geist und Gemüt: WAHNVORSTELLUNGEN: Einbildung, er sei vergrößert  
  • Geist und Gemüt: Träume von erfolglosen Anstrengungen, verschiedene Dinge zu tun
  • Geist und Gemüt: EMPFINDSAM, überempfindlich, allgemein, gegen Schmerzen
  • Geist und Gemüt: ÄNGSTLICHKEIT
  • Geist und Gemüt: RUHE, Gelassenheit, Stille; allgemein
  • Geist und Gemüt: WEINEN, weinerliche Stimmung; allgemein, mit Schmerzen
  • Geist und Gemüt: WEINEN, weinerliche Stimmung, allgemein; leicht
  • Allgemein; Seite: rechts
  • Allgemein; Mitternacht; Verschlimmerung um Mitternacht
  • Allgemein; VERLETZUNGEN, Schläge, Stürze und Prellungen; allgemein
  • Allgemein; Schmerzen, allgemein, Gelenke
  • Allgemein, SCHMERZEN, wund, wie geprellt
  • Allgemein, SCHMERZEN, reißend, innerlich
  • Allgemein; SCHOCK; allgemein, durch Verletzung
  • Extremitäten: Schmerzen, RHEUMATISCH
  • Extremitäten; STEIFHEIT; allgemein
  • Extremitäten; BOENNINGHAUSEN; untere Extremitäten; schlimmer durch Berührung
  • Extremitäten; GETRENNT; Empfindung; Körper; als ob die unteren Gliedmaßen, die Beine, von seinem Körper getrennt seien
    • Der Patient sagt, dass er sein schmerzhaftes Bein aus dem Körper herausschneiden und beiseite legen will.
 
Verordnung: Opium 1M, Einzelgabe.
 
20.09.04: „Ich hatte zwei Schmerzanfälle, aber sie waren nicht mehr so schwer. Ich spüre, dass meine Beschwerden weggehen werden, ich weiß, dass sie geheilt werden. Ich fühle mich frisch und ich werde nicht einmal müde durch körperliche Arbeit. Ich bin nicht mehr depressiv oder hoffnungslos. Bisher war ich grundlos traurig, aber jetzt nicht mehr.“
 
01.11.04: „Die ganze Zeit keine Schmerzen mehr und meine Energie ist sehr gut. In den letzten Tagen hatte ich manchmal minimale Schmerzen in den Fingern, aber keine Schwellungen mehr.“
 
22.11.04: „Meine Stimmung hat sich völlig verändert; ich werde wütend wegen  Kleinigkeiten, was früher gar nicht meine Art war, weil ich normalerweise mit niemandem auf Konfrontationskurs gehe. Seit den letzten zwei Tagen geht es mir besser und im Allgemeinen geht es mir gut, ich habe keine Schmerzen mehr in den Gelenken.“
 
Seine Wut ist ein sehr gutes Zeichen; in der Vergangenheit hat er seine Emotionen kontrolliert, jetzt lässt er sie raus.
 
„Ich hatte einen Traum: Ich ging mit ein paar Freunden aus, ich glaube, wir gingen zum Schwimmen und ich dachte, ich könnte nicht schwimmen, aber da hörte ich eine Stimme zu mir sagen: „Schieß los, du kannst es!“ So begann ich zu schwimmen und erreichte das Ufer. Ich spüre, dass sich mein Verhalten völlig verändert hat. Es ist mir egal, was die Leute von mir denken, das war früher auch anders. Ich habe immer mich selbst und meine Wünsche verraten, aber jetzt entscheide ich, was ich will und was ich nicht will. Ich will die Kontrolle über mein Leben behalten. Ich mag diese Veränderungen an mir. Mein Selbstvertrauen ist gewachsen.“
 
In den folgenden Monaten machte seine Besserung weitere Fortschritte. Opium 1M wurde wiederholt wegen eines anhaltenden trockenen Hustens und schmerzendem Hals, schlimmer beim Schlucken und Lachen, außerdem weicher Stuhl. Eine weitere Wiederholungsgabe
 
Opium wurde nach einem zweitägigen Fasten während einer Pilgerreise ohne Nahrung und Wasser gegeben. Er entwickelte eine Magenverstimmung und Schmerzen im Oberbauch, schlimmer bei Berührung. Er träumte, er bemühe sich, seine Pilgerreise zu beenden, aber der Gedanke, nicht ans Ziel zu kommen, mache ihn unruhig
 
Seine Energie ist weiterhin gut, er kennt auch in den Abendstunden keine Müdigkeit mehr. Die Schmerzen in den Gelenken sind allmählich völlig verschwunden, nachdem sie vorher von Zeit zu Zeit wieder aufgetaucht waren. Seine Stimmung bessert sich weiter: „Früher gab es viele Probleme in meinem Leben: meine Finanzen, meine Gesundheit, meine Familie, aber jetzt denke ich positiv.
Wenn irgendetwas los ist, wozu sich Sorgen machen und es immer wieder aufwärmen. In der Vergangenheit regte ich mich auf und wurde wütend, wenn jemand irgendeinen Kommentar abgab, und dachte: ‚Ich werde ihm dieses oder jenes antun!’ und so ging es immer weiter. Jetzt denke ich: „Lass sie doch reden, was sie wollen.“
 
Seine Gereiztheit seiner Tochter gegenüber hat nachgelassen und er hat mehr Spaß mit ihr, anstatt sich darüber aufzuregen, dass sie unordentlich ist. Er zweifelt nicht mehr daran, dass er seine Projekte schaffen wird, und hat nicht mehr das Gefühl, dass sie außerhalb seiner Reichweite liegen. „Früher war ich angespannt im Hinblick auf die Zukunft, ich wusste nicht, wie ich mit allem klar kommen sollte, aber jetzt bin ich viel zuversichtlicher.“ Sein Stottern ist zurückgegangen und er beachtet es kaum noch, wenn es doch einmal auftritt.
 
3.12.05: „Ich fühle mich gut, frisch und enthusiastisch. Ich habe kaum noch Gelenkschmerzen und auch kein Sodbrennen mehr. Früher war ich ständig mit beunruhigenden Gedanken beschäftigt, so konnte ich meine Aufmerksamkeit nicht genügend meinem Geschäft und meiner Familie widmen, aber jetzt bin ich davon weg gekommen und bin so glücklich, als hätte ich im Lotto gewonnen! Mein Selbstvertrauen hat sich gebessert und ich fühle mich in Frieden. Ich weiß, wenn etwas passiert, kann ich mich dem stellen. Ich bin sorglos, ich tanze in den Straßen, wenn die Musik spielt und mir ist egal, was andere denken. Ich bin mit mir zufrieden. Früher habe ich nur für meine Arbeit und mein Zuhause gelebt und nie am religiösen Leben oder an gesellschaftlichen Aktivitäten teilgenommen, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass ich etwas für andere tun möchte. Es hat keinen Sinn, nur für sich selbst zu leben. Ich möchte für meine Familie, aber auch für andere Menschen da sein.“
 

Weitere Entwicklung:

Es geht ihm immer besser. Obwohl er gelegentlich Schmerzen in den Fingergelenken hat, sind sie viel weniger intensiv und hören nach ein oder zwei Tagen ohne jegliche medizinische Intervention wieder auf. Er stottert immer noch etwas, aber sehr viel weniger. Die Verhaltensänderung hat eine völlig neue Seite seiner Persönlichkeit eröffnet, von der er gar nicht wusste, dass er sie besaß, und dieses Bewusstsein hat sein Leben mit einem Gefühl von Freude und Zufriedenheit durchzogen. Er ist immer noch ein sehr sensibler Mensch, aber jetzt schränkt seine Sensibilität sein Potenzial nicht mehr ein und färbt seine Wahrnehmung nicht mehr wie früher in negativer Weise.

 
Eine letzte Begegnung mit dem Patienten ergab, dass es keinerlei Anzeichen der früheren lähmenden Schmerzen mehr gibt und dass er alle Medikamente abgesetzt hat.
 

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Kategorie: Fälle
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Stichwörter: seronegative Arthritis, unerträglicher Schmerz, hoffnungslos, sensibel, taub, ruhig
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Mittel: Opium
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Fotos: von Wikimedia
Deichbruch an der Elbe, 1825; Friedrich Thöming (1802-1873)

 




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