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Alles kann weg geblasen werden, ein Fall von Campanula rapunculus

 

von Martin Jakob

 

Eine 40 Jahre alte Frau kommt im Januar 2011 mit Schmerzen im Brustbein und in den Sternocostalgelenken, sowie Schmerzen im oberen Teil der Wirbelsäule. Sie hatte vor 10 Jahren einen Fahrrad-Unfall und hat das Gefühl, ihre Probleme könnten damit zusammenhängen. Sie bekommt auch leicht Erkältungen mit Schüttelfrost und Bronchitis und hustet dann lange Zeit. Manchmal fühlt sie sich gestresst, und sie ist auch ständig müde.
Sie arbeitet als Physiotherapeutin in ihrer eigenen Klinik, und ihre speziellen Übungen helfen ihr bei ihren Schmerzen; Sport und Bewegung bessern allgemein. Sie erwähnt auch ihre trockene Haut und die weißen Flecken auf den Fingernägeln zum Zeichen, dass sie aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Sie ist eine schlanke, mittelgroße, sensible Frau. Sie ist sehr zurückhaltend und wirkt schüchtern und unsicher, wenn sie sich ausdrücken und mir verständlich machen will, wie sie die Welt erlebt. Ihre Empfindsamkeit macht mich vorsichtig in der Formulierung  meiner Fragen; ich merke, dass auch ich vorsichtig und zögernd spreche, um dieses fragile Wesen nicht zu stören. Sie ist sehr teilnahmsvoll, wenn sie hört, dass ein Kind krank ist.
Im vergangenen Jahr hatte sie viel Stress durch Fortbildungen an den Wochenenden und eine Menge Arbeit in ihrer Klinik. Ein anderes Thema ist ihr 5jähriger Sohn, der in seiner Entwicklung ein wenig zurück ist und häufig an obstruktiver Bronchitis leidet. Sie ist sehr aufmerksam ihm gegenüber, tut ihr Möglichstes, um ihm zu helfen und macht ständig Termine mit Therapeuten, um ihn in seiner Entwicklung zu fördern. Wenn er Bronchitis hat, ist er manchmal so schwach, dass sie ihn auf die Toilette tragen muss.
Sie macht sich ständig Sorgen um seine Gesundheit und seine Entwicklung, und das kostet sie viel Energie. Wenn er krank ist, muss sie alle ihre Termine absagen und hat dann ein schlechtes Gewissen. Wenn ihr Sohn erkältet ist, fällt es ihr schwer, sich nicht gleich das Schlimmste auszumalen, und sie ist sehr besorgt um seine Zukunft; sie macht sich z.B. Gedanken darüber, ob er in der Schule gemobbt werden wird usw.. Sie will alles so gut wie möglich machen und engagiert sich sehr für ihre Arbeit.
Auf die Frage nach ihrer Kindheit sagt sie, diese sei normal verlaufen, doch war sie als Kind nicht glücklich. Sie hat dies erst in den letzten Jahren durch die Teilnahme an Psycho-Kursen erkannt, die ihr sehr geholfen haben. In diesem Kurs fühlte sie sich sehr verbunden mit ihrer Gruppe: „Sie nahmen mich so, wie ich bin!“ Ich fragte sie, was sie damit meinte und sie sagte: „Es ist schwer für mich, so zu sein, wie ich bin!“ Sie hat manchmal ein bisschen Angst vor anderen Menschen: „…dass ich es nicht gut genug mache, und dann fühle ich mich ungeliebt, weil ich nicht richtig funktioniere. Früher wurde ich nur geliebt, wenn ich angepasst war und ein geordnetes Leben führte. Ich habe Angst, verlassen zu werden, wenn ich nicht richtig funktioniere; ich habe Angst, Menschen zu verlieren, wenn ich nicht alles so gut wie möglich mache.“

Über ihren Vater sagt sie: „Er ist ein netter Mann, aber sehr launisch, er hatte immer Magenprobleme, und wenn ihm das Essen, das seine Frau gemacht hatte, nicht schmeckte, wurde er wütend und sagte zu ihr: „Das kannst du allein essen!“ Ihre Mutter wollte keinen Krach in der Familie und gab leicht nach.
Sie fühlt sich von ihrem Partner geliebt. Sie sagt, dass sie sich in einer früheren Beziehung anfangs ziemlich stark gefühlt hat, aber im Laufe der Zeit immer mehr von ihm abhängig wurde, und dadurch fühlte sie sich immer schwächer. Sie sagt, dass sie sich nur mit einem Partner stark fühlt; allein zu sein findet sie nicht schön.
Sie sagt, sie könne große Portionen essen. Sie verträgt keine Pilze, weil diese bei ihr Blähungen verursachen. Sie mag Schokolade, Käse, Gemüse, Süßigkeiten und Brot. Wenn sie Angst hat, hat sie einen Kloß im Hals. Sie leidet unter Agoraphobie. Allgemein ist sie eher kalt als warm.

Hobbys: Reisen, Lesen und Kochen. Sie liebt Sport und macht Paragliding. Sie hat Angst vor Gewitter: „Wenn ich Blitze sehe, erschrecke ich zu Tode. Ich mag keinen Wind, es fühlt sich an, als ob er mich davonträgt; er kann mich vom Berg herunter blasen, er stürzt mich hinab. Ich fühle mich wie ein Blatt im Wind. Das ist meine große Angst, denn einmal ist es mir beim Gleitschirmfliegen passiert.
 

Was ist für sie das besondere am Gleitschirmfliegen?

Ich mag die Berge, dieses Gefühl von Freiheit, wenn ich hoch fliege und mich damit selbst beweisen kann. Ich liebe die Berge sehr und ich liebe die Natur!“

Farbvorlieben: 15c 2/3 b / c
An dieser Stelle dachte ich an ein Vogelmittel wegen ihrer Ängste und dem Paragliding und meinte, dass sie etwas von der linken Seite des Periodensystems brauchte, irgendwo zwischen Stadium zwei und fünf, vermutlich Stadium drei. Ihre Hals-, Brust- und Schulterbeschwerden und wie sie ihren Sohn behandelte, erinnerten mich an das mythologische Bild der Pelikanmutter, die die Brust öffnet, um ihre Jungen mit ihrem Herzblut zu nähren. Ich dachte auch an die Kernidee: „Sie leiden unter den Vorstellungen anderer, wie sie in der Welt stehen sollten.“ Jonathan Shores Buch „Vögel“ passt hervorragend zu diesem Fall.
 
Verordnung: Pelecanus occidentalis MK
 

Sie kommt im März wieder: ihre Schmerzen in Nacken und Schultern sind um 50% besser geworden. Sie ist entspannter, das PMS (prämenstruelles Syndrom) ist besser, sie betrachtet sich als stabiler. Sie sagt, sie mache sich nicht mehr so viele Sorgen um ihren Sohn. Sie fühlt sich stärker in ihrer Beziehung, es fällt ihr leichter, ihre Meinung zu sagen. Sie hat auch mehr Selbstvertrauen in Gruppen, bestimmt ihre eigene Zeiteinteilung und tut, was das Beste für sie ist. Beim Bergsteigen ist es z. B. kein Problem mehr für sie, langsamer zu sein als der Rest, und sie kann das ihren Partnern leicht verständlich machen. Ich verbuchte dies als Bestätigung für die Kernidee.

Verordnung: Pelecanus occidentalis MK, einmal im Monat
 

Follow-up im Juni:
Ihr Sohn hat wieder Bronchitis gehabt, und sie hatte wieder große Angst um ihn. Vor einigen Wochen wurde ihr Garten durch einen Hagelsturm schwer beschädigt und sie bekam einen Schock. Sie sagt: „Innerhalb von 5 Minuten war mein ganzer Garten zerstört! Seitdem fühle ich mich zittrig, es gehört nicht viel dazu, um mich aus der Bahn werfen.“
„Wie fühlen Sie sich?“

„Als ob der Wind mich zu Boden wirft, als ob der Boden unter meinen Füßen schwankt.“ (DD Bor). Jeden Tag habe ich eine andere Angst, dass etwas passieren könnte, ich fürchte um mein Leben und habe Angst vor dem Tod. Ich kann das Leben nicht mehr ohne Angst genießen. Ich kann nicht mehr frei atmen.“
 
Verordnung: Campanula rapunculus MK, einmal im Monat.
 

Die Campanulaceae nach Jan Scholten
Sie haben das Gefühl, dass sie sich anstrengen müssen, um geliebt, geschätzt und bemerkt zu werden. Sie tun viel für andere, sie sind sehr fähig, sehr talentiert und sensibel, weich und sympathisch.
Sie fühlen sich oft unsicher. Es fehlt ihnen an Kraft, um mit der Welt zurecht zu kommen, einer Welt, die oft zu schwer für sie zu bewältigen ist. Sie sind empfindlich und weich, engel-gleiche Menschen, als ob sie nicht richtig inkarniert seien, als ob sie nicht geerdet sind.
Sie haben auch ausgeprägte Bor-Eigenschaften: kein Boden unter den Füßen, wackelig, instabil, unsicher, anhänglich (Stadium 3).

Schnell fühlen sie sich allein gelassen und ungeliebt. Sie haben das Gefühl, dass sie nicht gesehen werden, dass das, was sie für andere tun, nicht anerkannt wird, dass sie wertlos sind. Sie besitzen auch Qualitäten der Lanthanide: sie wollen Freiheit, sie sind häufig Therapeuten, sie wollen sich entwickeln, sind empfindlich, und oft erkennt man nicht, wer sie wirklich sind.
Wenn man eine solche Blume im Wind sieht, versteht man die wackelige, instabile Qualität dieser Pflanze mit der schweren Glocke auf einem mehr oder weniger kleinen, dünnen Stiel.
   
Follow-ups:
Zwei Monate später: sie fühlt sich besser und ist stabiler geworden. Die Ängste sind um 50% besser, sie hat viel gearbeitet und hat trotzdem immer noch Energie. Direkt nach der Mittelgabe hat sie einen sehr schönen Gleitschirmflug gemacht. Sie hat erkannt, dass nicht alles, was sie mit ihrem Vater erlebt hat, schön war – „er lobte mich nie!“ - und gemerkt, dass sie aufhören muss zu versuchen, alles für ihn zu organisieren.

In seiner Darstellung der Campanulaceae schreibt Jan Scholten: „Sie haben das Gefühl, dass ihr Vater sie nicht sieht; ihre Lösungsstrategie ist zu tun, was er will, um seine Liebe zu bekommen, oder zu tun, was sie glauben, dass er von ihnen erwartet. Ihr Vater ist oft zu beschäftigt, um sie wahrzunehmen, und das führt dazu, dass sie sich wertlos fühlen.“
Sie war wütend auf ihren Vater, weil sie ihn ständig wegen seiner Rückenschmerzen physiotherapeutisch behandeln musste, und immer fing er am nächsten Tag wieder an, schwere Sachen zu heben. Sie hatte dann das Gefühl, dass sie ihn wieder in Ordnung bringen müsste.

Nach der Einnahme des Mittels sah sie das anders: „Es ist dein Leben und es ist deine Sache!“
 
Verordnung: Campanula rapunculus MK, einmal pro Monat
 

Drei Monate später: Sie sagt, sie hätte sich seit Jahren nicht so gut gefühlt. Sie hat ihre Arbeitszeit reduziert: sie hört jetzt eine Stunde früher auf, um Zeit für ihr Klinik-Protokoll zu haben, damit sie es nicht abends machen muss. Sie stellt fest: Zuerst komme ich!“ Sie tut mehr für sich. Die Ängste um ihren Sohn haben sich verändert. Er war wieder krank, aber sie war nicht mehr so ängstlich; sie hat begriffen, dass er alt genug ist, um damit zurecht zu kommen, und dass diese Bronchitis keine Lebensgefahr darstellt; so ​​kann sie es leicht nehmen. Sie kann sich mehr von anderen distanzieren, und es fällt ihr leichter, ‚Nein!’ zu sagen: „Ich bin selbstbewusster geworden und bin sehr tüchtig in meiner Arbeit!“ Früher hat sie immer länger gearbeitet, um das Bestmögliche für ihre Patienten herauszuholen, jetzt hört sie früher auf und hat das Gefühl, dass es so in Ordnung ist.

Über ihre Eltern, besonders über ihren Vater, sagt sie, dass er ihr das Gefühl gibt, dass sie nicht richtig für ihren Sohn sorgte: „Es war, als ob ich gar nichts täte. Früher hätte ich nie gewagt zu widersprechen, jetzt kann ich ‚Nein!’ sagen.“
 

Zusammenfassung

Pelecanus occidentalis half ihr, die Schulter-, Nacken- und Wirbelsäulenprobleme zu überwinden, die Schmerzen sind vollkommen verschwunden. Dann trat das Bild von Campanula zutage.
Während ich dies schreibe, merke ich, dass ich von Anfang an an Campanula hätte denken sollen. Die Analyse hätte lauten können: Lanthanide-Eigenschaften, Therapeutin, will sich entwickeln usw.; Bor-Qualitäten: instabil, unsicher, verliert den Boden unter den Füßen. Ihre Aussage: „Es ist schwierig für mich, zu sein wie ich bin!“ könnte man direkt Bor mit dem zentralen Thema: „Wer bin ich?“ zuordnen. Von dort aus hätte man an die Campanulaceae als Differentialdiagnose denken können. Ein weiterer möglicher Gedankengang wäre: spirituell, geistig entwickelt, sensibel. So kommen wir zu den  Lanthanoiden, zu den Vogelmitteln oder Pflanzenmitteln oben in Jan Scholtens botanischem System (botanischer Baum). Dann kommen uns die Asterales in den Sinn, und von dort kommen wir zu den Campanulaceae (wegen ihrer weichen, engelhaften Art), zu Bor, Stadium 3, und zu den Lanthaniden.

Fotos: Wikimedia Commons
Pelecanus occidentalis; Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert); Claire Powers from Fairfax, VA, USA
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gull_kleptoparasitism.jpg?uselang=de-formal
2. Campanula rapunculoides, kriechende Glockenblume - Kerava, Finnland; Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported; Anneli Salo
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Campanula_rapunculoides_Vuohenkello_C_VII08_H6210.jpg?uselang=de-formal
Kategorie: Fälle
Schlüsselwörter: PMS, Unsicherheit, Angst vor dem Leben, Bor, Lanthanide, Asterales, Vögel
Mittel: Campanula rapunculus, Pelecanus occidentalis



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